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Datum:
13. Mai 2026
Aufruf zu mehr Ökumene

Steinmeier: Als Christen aufstehen gegen Weltuntergangsstimmung

Ein letztes Mal als Bundespräsident: Frank-Walter Steinmeier ist nach den Katholikentagen in Münster, Stuttgart und Erfurt wenige Monate vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit in Würzburg zu Gast. Sein Wunsch: "Mehr Ökumene wagen!"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat alle Menschen, besonders Christinnen und Christen, zu Hoffnung und Zuversicht aufgerufen. “Wir müssen aufhören, uns selbst in die Ohnmacht und das Land in den Abgrund zu reden”, sagte Steinmeier am Mittwochabend zum Auftakt des Katholikentags in Würzburg. “Gerade Christen müssen aufstehen gegen die täglich neu befeuerte Weltuntergangsstimmung, gegen die Vorstellung einer Welt ohne Hoffnung und Zuversicht.”

Das Motto des größten katholischen Glaubensfests in Deutschland “Hab Mut, steh auf!” ermuntere und ermutige, verspreche aber keine einfachen Lösungen, so das Staatsoberhaupt. Die Aufforderung wolle Anstoß geben, trotz aller Müdigkeit einen Schritt voranzugehen und einen Weg zu finden. Somit sei das Motto ein Wort zur rechten Zeit. 

Der Katholikentag habe etwas Verbindendes, unterstrich der Bundespräsident. “Wir merken wieder, was wir aneinander haben, wie viel Kraft wir selber wieder bekommen, wenn wir das Engagement anderer sehen.” Die Welt sei keine Kirchenmeile, aber brauche hier und da eine solche Meile. 

Steinmeier hob zudem die Zusammenarbeit zwischen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland hervor und äußerte den Wunsch, mehr Ökumene zu wagen: “Ihre besondere Botschaft, die kein anderer sagen kann, können Christen wirklich überzeugend am besten gemeinsam zu Gehör bringen.” 

Mut macht dem Bundespräsidenten Papst Leo XIV. “Die Welt kann dankbar sein für diesen unerschrockenen Verkünder einer Botschaft von Gerechtigkeit und Frieden”, sagte Steinmeier. Wenn der Papst in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordere, verdiene das Unterstützung und nicht Kritik, auch nicht von den Mächtigsten der Welt. 

US-Präsident Donald Trump direkt beim Namen nannte er nicht. Trump hatte Leo XIV. in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen und unter anderem mehrfach behauptet, der Papst befürworte Atomwaffen im Iran. Der Papst wies die Vorwürfe stets zurück. Es ist der letzte Katholikentag, den Steinmeier in der Funktion als Bundespräsident besucht.  


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