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Datum:
29. Mai 2022

Katholikentag/Abschlussgottesdienst


Stetter-Karp für neues Nachdenken über militärische Verteidigung


Die Präsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) zieht eine positive Bilanz des Stuttgarter Katholikentags. Zugleich fordert sie eine neue gesellschaftliche Debatte über eine künftige Friedensordnung.

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, fordert eine neue gesellschaftliche Debatte über den Stellenwert der militärischen Verteidigung in einer künftigen Friedensordnung. Die Ukrainer brauchten unbedingt Unterstützung, sagte sie am Sonntag zum Abschluss des Deutschen Katholikentags in Stuttgart. Militär allein aber könne die weltweiten Krisen, die der Krieg in der Ukraine schon jetzt ausgelöst habe, nicht lösen. „Es braucht mehr Geld im Entwicklungs-Etat. Wir müssen Hungersnöte verhindern. Wir dürfen uns der Verantwortung für die Menschen des Globalen Südens nicht entziehen“, fügte sie hinzu. Zudem habe bisher niemand ausreichend in einen Stopp der Klimakrise investiert.

Mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie forderte die ZdK-Präsidentin zudem ein verstärktes gesellschaftliches Engagement für Demokratie und Gemeinsinn. „Die sozialen Folgen der Pandemie sind nicht bewältigt“, sagte sie. „In der Pandemie blühten Verschwörungsmythen. Der Ton der öffentlichen Auseinandersetzungen um Impfsolidarität und staatliche Maßnahmen war immer wieder erschreckend rau. Rechtspopulismus und Rechtsextremismus wurden stärker.“ Dagegen müsse die demokratische Gesellschaft ankämpfen.

An die katholische Kirche richtete Stetter-Karp den dringenden Appell, sich zu verändern und sich auf das Wesentliche zu besinnen. Zu lange habe die Kirche Reformen verweigert und Machtmissbrauch ermöglicht. „Das muss aufhören! 

Die ZdK-Präsidentin zog eine positive Bilanz des Katholikentags. „Nach zweieinhalb Jahren Pandemie sind wir uns in Stuttgart begegnet und haben über fünf Tage miteinander unser Leben geteilt“, sagte sie. „Wir sind auferstanden aus einer Zeit der Bedrückung, der Lockdowns, der Vereinzelung. Wir sind wieder auf dem Weg zu einer Gesellschaft des Miteinanders.“


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