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Früher soll ja alles viel besser gewesen sein. Zumindest ist das eine gern aufgestellte Behauptung. Gilt das auch für Personen in der Vergangenheit? Auch darüber wurde am Katholikentag gesprochen.
Wen würden Sie sich in diesen Krisenzeiten als eine glaubhafte Persönlichkeit aus der Vergangenheit zurückwünschen? Mit dieser Publikumsfrage sahen sich die Teilnehmer des Podiums “Es muss sich was ändern! am Samstag auf dem 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg konfrontiert. Der Limburger Bischof Georg Bätzing entgegnete, was große Leader angehe, sei er eher zurückhaltend. Dann verwies er aber auf Franz von Assisi, dessen 800. Todestag in diesem Jahr gedacht wird. Dieser sei ein Aussteiger gewesen, der mit Freunden ein kleines Ding habe verändern wollen und dann doch Großes verändert habe. Die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann (CDU) nannte als ehemalige Schülerin eines von Jesuiten geführten Gymnasiums deren Gründer Ignatius von Loyola.
Der bald aus dem Amt scheidende Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD), gab zu bedenken, die Nostalgie, dass früher alles besser gewesen sei, helfe auch nichts. “Sie müssen mit den Menschen in der Politik umgehen, die sie gerade haben. Wenn er sich allerdings einen zurückwünschen würde, “dann ist das bei mir immer John Lennon. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer sprach sich für jemanden wie die im vergangenen Jahr gestorbene Verhaltensforscherin und Schimpansen-Expertin Jane Goodall aus. Aber als evangelische Christin wollte sie unbedingt auch Martin Luther nennen: “Der hat in den größten Krisen über ganz andere Reformen nachgedacht. Auch wenn manche gemeint hätten, jetzt könne man Menschen sowas nicht zumuten, sei Luther überzeugt gewesen: “Gerade jetzt!
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