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Datum:
16. Mai 2026
Multilateralismus

Asselborn fordert Zwei-Staaten-Lösung

Für eine starke Europäische Union hat sich der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ausgesprochen. Er brachte dabei die Idee von "Vereinigten Staaten von Europa" ins Spiel. Den Einsatz dafür sieht der 77-Jährige jedoch nicht mehr als seine Aufgabe.

Der frühere Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, hat dazu aufgerufen, die Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten möglich zu machen. “Wir kommen nur raus aus diesem ganzen Debakel, wenn auch die Palästinenser ihr Recht auf einen eigenen Staat umsetzen können”, sagte der Politiker am Samstag auf dem 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg. Eine solche Lösung werde in Anbetracht der gegenwärtigen Lage jedoch immer unwahrscheinlicher. Der Politikwissenschaftler Volker Perthes sprach von der einzigen rationalen Lösung des Problems.

Es müsse unterschieden werden zwischen dem Staat Israel und der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, an der auch rechtsextreme Politiker beteiligt sind, sagte Asselborn. Perthes kritisierte auch über den Nahost-Konflikt hinausgehend Doppelstandards in Politik und Gesellschaft. Ein Krieg in Europa werde nicht nur von Politikern als wichtiger angesehen als etwa der Krieg im Sudan.

Asselborn und Perthes sprachen sich dafür aus, die Europäische Unioin umzustrukturieren und zugleich zu stärken. “Ich glaube, dass aus der Jugend der Druck kommen muss, dass wir auf ein föderales Europa hinsteuern. Vereinigte Staaten von Europa”, so Asselborn. Nur gemeinsam als Europäische Union könnten einzelne europäische Länder bestehen, sagte Perthes.


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