Pressemitteilungen

Datum:
16. Mai 2026
Der große Wert des Analogen

Katholikentage bringen Menschen wieder ins Gespräch - auch mit der Politik

Vieles verlagert sich heute ins Netz. Katholikentage und evangelische Kirchentage schaffen ein Umfeld für einen direkten persönlichen Austausch. Das wird auch angenommen.

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat die Katholikentage und evangelischen Kirchentage als wichtige Veranstaltungen bezeichnet. Sie schafften es, dass die Menschen dort das leben konnten, wonach sie sich sehnten. Solche Tage böten die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und so zwischen Gesellschaft und Politik wieder mehr Nähe herzustellen. Die Veranstaltung mit Bundeskanzler Friedrich Merz habe etwa dazu geführt, dass er eine Frage zum Klima habe beantworten müssen, sagte Neubauer am Samstag auf der Pressekonferenz der Veranstalter am 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg. 

Für die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann (CDU) sind die Katholikentage über die Jahre zu einer “Tankstelle” geworden. Es gebe dort eine gelungene Kombination aus spirituellen und politischen Veranstaltungen. Hier nehme sie viele Anregungen für ihren Glauben und die Politik mit. “Der Mix macht es aus.” Zugleich verwies die Politikerin aber darauf, dass die klassische Generation der Katholikentagsbesucher älter werde. Man müsse sich überlegen, welche Angebote auch jungen Menschen und Familien gemacht werden könnten. Wichtig sei aber, dass es weiterhin analoge Begegnungen gebe. 

Lisa Quarch, geistliche Leiterin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), wünschte sich, dass noch mehr Themen aus der Popkultur und den sogenannten Sozialen Medien ins Programm aufgenommen werden sollen. Auch abendliche Partys für junge Leute in den Clubs der jeweiligen Städte, wo der Katholikentag stattfinde, damit diese gemeinsam feiern könnten, wären schön. Vor allem aber forderte sie noch mehr Ökumene.

Der Leiter der Abteilung “Katholikentag und Großveranstaltungen”, Andreas Kratel, sagte, das Glaubensfest sei seit Jahren andauernden Transformationsprozessen ausgesetzt gewesen. Jedes Mal aufs Neue werde etwa entschieden, wer auf der Kirchenmeile einen Stand bekomme. Früher sei diese mehr eine katholische Leistungsschau gewesen. Das habe sich inzwischen geändert. Dort komme die Vielfältigkeit der Kirche zum Ausdruck.


Pressekontakt

Bei Fragen, Anmerkungen oder sonstigen Wünschen sind wir gerne für Sie da. 
Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

Cosima Jagow-Duda
Abteilungsleitung Presse und Marketing
Tel.: +49 931 870 93 150
E-Mail: presse(at)katholikentag.de

keyboard_arrow_up