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Ob Ortsfeuerwehr oder Schwimmbadverein - vieles funktioniert nur, weil sich Menschen unentgeltlich für die Allgemeinheit einbringen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fand für die vielen ehrenamtlich Tätigen würdigende Worte.
Die Zukunft der Demokratie hängt laut Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von der Frage ab, ob Menschen sich weiter in einem Ehrenamt engagieren. Das Ehrenamt sei das Rückgrat der Gesellschaft, so das Staatsoberhaupt am Mittwoch auf dem 104. Katholikentag in Würzburg. Ohne dieses würde die Gesellschaft wahrscheinlich kälter werden.
Das Ehrenamt beginne nicht mit einer besonderen Funktion - "Es beginnt da, wo Menschen an mehr denken als an sich selbst. Und das sind zum Glück noch viele in diesem Land.
Wichtig für ein langfristiges Engagement ist dem Bundespräsidenten zufolge ein früher Einstieg. Sich selbst nannte er ein "Kind des Ehrenamts. Als er mit zehn Jahren in seinem Dorf angefangen habe, Fußball zu spielen, sei ihm nicht ganz klar gewesen, dass es sich um einen ehrenamtlich geführten Verein handle Von dieser Erfahrung habe er profitiert. Es sei ein Verantwortungsgefühl entstanden, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio sei dem nicht gleichzusetzen.
Steinmeier verwies darauf, dass das Ehrenamt altere. “Es sind Gott sei dank noch viele Ehrenamtler. Aber die vielen Aufgaben verteilen sich auf wenigen Schultern. “Deshalb ist es wichtig, dass wir unter den jungen Generationen dafür werben, ein Ehrenamt zu übernehmen. Dabei räumte er ein, dass die Lage von jungen Menschen, ein solches zu übernehmen, problematischer geworden sei. Die Arbeits- und Lebensbedingungen hätten sich so verändert, dass es für viele schwierig sei, sich auf einen festen Ort und eine genaue Uhrzeit festzulegen. Deshalb sei es verständlich, sich dort einbringen zu wollen, wo mehr Flexibilität herrsche.
Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, verabschiedete Steinmeier bei seinem nun letzten Auftritt auf einem Katholikentag in seiner Funktion als Bundespräsident. In seiner Amtszeit war er auf jedem Katholikentag anwesend.
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