Sperrfrist
Fr, 15. Mai 2026, 09.30 Uhr

Fr
09.30–10.30
Biblische Dialoge | Biblischer Dialog
Ulrike Böhmer, Thorsten Latzel
Ausgießung des Geistes (Jesaja 44,1-5)
Präses Dr. Thorsten Latzel, Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf

Liebe Geschwister, 

lassen Sie mich mit einer persönlichen exegetischen Liebeserklärung beginnen. Im vielstimmigen Chor biblischer Stimmen aus über 1.000 Jahren gibt es eine, die mir besonders ans Herz gewachsen ist: Und das ist der Autor unseres heutigen Textes. In der Forschung hat man ihm den Namen Deuterojesaja gegeben – also: der zweite Jesaja. Schön klingt anders. Auf so etwas kommen auch nur Theolog/innen.

Seine Texte gehören zum mutigsten und stärksten, was wir im reichen Schatz der Bibel haben. Er ist ein Trost-Profi. Ein Fachmann für geistliche Entfürchtung. Tröstet, tröstet mein Volk“ so beginnen Kap 40-55 im Jes-Buch, die ihm zugeschrieben werden. Sie sind oft zum Steinbruch kirchlicher Kalender- und Kommunionssprüche geworden. Doch es geht in ihnen um mehr als fromme Erbaulichkeit. Es geht um das Heil des Volkes Israel. Es ist eine poetische, starke Theologie der Krise, die da anfängt, wo alles ins Wanken kommt. Wo Staaten zusammenbrechen, Völker umherirren, der Glaube den Halt verliert – und die auch uns in unserer viel beschriebenen Polykrise neue Orientierung geben können.

Wir schreiben etwa das Jahr 550 vor Christus. Das Volk Israel, das Königreich Juda ist am Ende. Und mit ihm seine ganze schöne Wohlstandstheologie der letzten 500 Jahre:

  • Der Tempel, Gottes Sitz auf Erden, und die Stadt Jerusalem: zerstört. 
  • Das heilige Land, Gottes große Verheißung: vom Feind verwüstet.
  • Der König auf dem ewigen Thron Davids: mit samt der Oberschicht in Babylon im Exil.

Dass dem Nordreich das schon vorher passiert war: o.k. Das falsche System. Aber einem selbst? 

Der interreligiöse Dialog war damals etwas schlichter angelegt als heute: Wer gewinnt, hat den stärkeren Gott. Das Volk Israel hat verloren. Was ist also mit ihrem Gott? Das Exil Israels war die radikale Krise Gottes. In dieser Zeit steht jener Unbekannte auf: ein No-name. Ein echter Anonymus. Von ihm wissen wir so gut wie nichts: War er allein oder Teil einer Gruppe? Ein Prophet, Priester, Poet? Vielleicht am ehesten ein Pirat: ein Freibeuter im Namen Gottes, der gedanklich bis ans Ende geht - und ein gutes Stück darüber hinaus. Er steht auf, bricht mit der gesamten kaputten theologischen Tradition und fängt in seiner Rede von Gott noch einmal ganz neu an. 

Dazu verhöhnt er erst einmal die vermeintlichen Siegesgötter, die Götzen der Herrschenden, die Mächte der Krise. Götzenpolemik ist etwas, was auch unserer Zeit öfters gut täte. Killing idols. Mit spitzer Feder karikiert er den allzu-menschlichen Produktionsprozess dieser Götter. Das klingt dann so: „Der Meister nimmt den Goldschmied fest an die Hand, und sie machen mit dem Hammer das Blech glatt auf dem Amboss und [...] und machen's fest mit Nägeln, dass es nicht wackeln soll.“ „Der Zimmermann verbrennt die eine Hälfte im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und wärmt sich auch. Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er niederfällt [...]“ Doch was der Mensch mit seinen Händen festmacht, das kann ihm selbst keinen Halt geben. Was der Mensch entzündet, das kann seine Seele nicht wärmen. So einfach ist das – damals wie heute. Noch einmal O-Ton Deuterojesaja:Wer Asche hütet, den hat sein Herz getäuscht. [...] Ist das nicht Trug, woran unsere Rechte sich hält?“ (Jes 44,20)

Und weil die Götzen theologisch nicht satisfaktionsfähig sind, fordert er an ihrer Stelle die Völker zum Rechtsstreit mit Gott heraus. Mit ihnen streitet er, wer denn nun die Macht auf Erden hat: Der Gott Israels, der Schöpfer des Himmels und der Erde, oder die Autokraten und Mächtigen, die gerade das Sagen haben? Und er wagt dabei einen Blick tief hinein in die dunkle Seite Gottes: „Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut.“ (Jes 45,6f.) Gott ist es, so der unbekannte Prophet, der allein in die Krise führt – und aus ihr heraus. Es ist damals wie heute problematisch, wenn wir meinen, Gott immer rechtfertigen zu müssen und ihn so in die Puppenstube eines Kinderglaubens, ins theologische Abseits stellen. Ne, du, mit Corona, Krieg, Krankheit, Leid hat Gott nichts zu tun. Gott ist nett und harmlos.“ Gott schafft Licht - und Finsternis. Das ist die dunkle Kehrseite von Gottes all-umfassenden Wir-ken: Gott kann retten aus Not und Tod, weil auch das Unheil letzten Endes in Gottes Hand ist. 

Die Frage nach Gottes Gerechtigkeit angesichts von Leid hat Glaubende immer wieder beschäftigt: hier mitten in der Krise des Volkes Israels hat sie eine zutiefst tröstende Funktion.

Und das eigene Volk ruft der Prophet zum Zeugen an, als einen blinden und tauben Zeugen. Einen Zeugen, der nichts begriffen hat von dem, was Gott getan hat. Aber Gott wird ein Neues tun, so dass man an das Alte nicht mehr denken wird. Gott wird sein Volk neu aus der Sklaverei führen, eine neue Schöpfung machen, einen neuen ewigen Bund des Friedens eingehen. 

Und der Prophet beginnt regelrecht zu singen – von einer Revolution Gottes, die alle Unterdrückung und alles Leid beendet, einem Heil, das die ganze Schöpfung erfasst: Die Wüsten werden zur grünen Wiesen, die Berge jubeln und klatschen in die Hände, die Hügel werden erniedrigt und die Täler erhöht. Himmel und Erde setzt Gott in Bewegung, damit sein Volk auf heilsamer Bahn heimkehrt. 

In immer neuen Bilder erzählt er von Gottes Trost für sein verängstigtes Volk, von einem Trost, den wirklich nichts aufzuhalten vermag.

Und er fängt an, auf ganz eigentümliche Art von einem Knecht Gottes zu erzählen: der das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen wird, der seinen Rücken hinhält, das Leiden trägt, bis er selbst das Licht der Heiden und das Heil der Welt wird. Der unbekannte Prophet singt sich theologisch wahrhaft um Kopf und Kragen. Lehnt sich mit einer Hoffnung aus dem Fenster, die weit, weit über alles hinausgeht, was für die Menschen damals wie heute vorstellbar ist. Und genau darin ist die Krisentheologie dieses Anonymus im hohen Maße aktuell. Sie ist Wegbereiterin des heilsam fremden Gottes mitten in der Wüste. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. [...] Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen.“ (Jes 55,8-12). So endet seine Schrift. Und wir kommen zu unserem Text.

 

[Textverlesung Ulrike Böhmer]

 

Verse 1-2

Es beginnt mit einer Liebeserklärung Gottes an Israel. Mit göttlicher love language. Das ist wichtig: Einem Volk in der Krise begegnet man nicht mit Appellen und Moral. Sondern mit Liebe – und mit der Erinnerung daran, wer der andere eigentlich ist. Und wie das bei Liebessprache so ist – Sie kennen das vielleicht von eigenen Liebesbrief – sprudeln die Bilder dabei nur so hervor, überschlagen sich geradezu. Jetzt aber höre, Jakob, mein Knecht, / Israel, den ich erwählt habe. So spricht der HERR, dein Schöpfer, / der dich im Mutterleib geformt hat, der dir hilft: Fürchte dich nicht, Jakob, mein Knecht, / du, Jeschurun, den ich erwählt habe! Am Anfang des Endes der Krise steht das Hören – auf das, was Gott zu sagen hat. Man spürt förmlich, wie der unbekannte Prophet Israel Gottes Liebeserklärung ins Ohr flüstert. Zweimal heißt es „Jakob, mein Kecht“, zweimal „Israel bzw. Jeschurun, den ich erwählt habe“. Jeschurun – das ist ein Kosename für Israel. Es heißt soviel wie Redlicher, Gerader, Aufrechter. Das, sagt Gott, bist Du in meinen Augen. Am Anfang war das Wort – das Liebeswort. Nicht der Appell: „Steh auf.“ Sondern der Zuspruch: „Du bist ein Aufrechter – für mich.“ Und wenn das „dein Schöpfer“ sagt, „der dich im Mutterleib, geformt hat, der dir hilft“, dann gilt das auch.

Gottes Liebeserklärungen – gleich ob an Israel oder an uns heute – sind wirkmächtige Worte. Sie tun, was sie sagen. Gott spricht und es geschieht. Das ist das Wesen der kreativen Liebe Gottes: Gott schafft Licht und Leben – im Tohuwabohu am Anfang der Zeit, im Tohuwabohu des Volkes Israels, damals im Exil, und mitten im Tohuwabohu unseres Lebens. 

Und Gott gibt uns im Glauben Anteil an seiner schöpferischen, wirklichkeitsverändernden Liebe. Dazu möchte ich gemeinsam mit Ihnen ein kleines Experiment machen. Schauen Sie einmal Ihre Nachbar/innen links und rechts von Ihnen an. Schenken Sie Ihnen ein freundliches Lächeln. Und sagen Sie dann: „Du bist kostbar – in meinen Augen!“ 

Sehen Sie, was passiert? Indem wir anderen Wert und Würde, Glanz und Schönheit zusprechen, zeigen die anderen das auch. In der Pädagogik nennt man das den Pygmalion-Effekt. Der Satz „Du bist kostbar – in meinen Augen“ steht übrigens nur einige Verse nach unserem Text – und – kleiner Werbeblock – ist das Motto des Evangelischen Kirchentages 2027 in Düsseldorf.

Noch ein Gedanke zu dem kleinen Satz „Fürchte dich nicht“. Er ist so etwas wie der cantus firmus der Bibel insgesamt. Je nach Übersetzung kommt er rund 100-120 mal vor, davon alleine siebenmal in Jes 40-55. Wenn man Varianten wie „Fürchtet euch nicht“ oder „habt keine Angst“ mit hinzunimmt, erhöht sich die Anzahl noch einmal erheblich. Die Behauptung, es sei genau 365mal, ist, wenn auch nicht wahr, so doch schön erfunden. Darin steckt die Erkenntnis, dass es ein Zuspruch ist, den wir täglich neu brauchen. Der Satz beschreibt eine Wahrheit, die wir uns nicht selber sagen können. So wenig wie Israel damals im Exil. Vor allem in drei Situationen kommt der Satz in der Bibel vor:

  • Hebammen sprechen ihn Frauen zu, wenn sie ein Kind gebären. 
  • Priester verkünden ihn, wenn Hilfesuchende sie um einen Heilszuspruch bitten.
  • Fremde grüßen so, wenn sie zeigen wollen, dass sie im Frieden kommen.

Und alles drei schwingt an dieser Stelle mit. Gott hat Israel im Mutterleib geformt und spricht zu Jeschurun wie zu einem Neugeborenen. Gott hört das Klagen der Exilierten und lässt ihnen Heil, Trost zu sprechen. Gott schickt seinen unbekannten Propheten wie einen Boten, der Frieden bringt. 

Fürchte dich nicht“ – das ist im Grunde die Quintessenz jeder Predigt. Wir beginnen mit dem Frieden Gottes beim Kanzelsegen am Anfang und enden damit auch wieder. Alles dazwischen ist Friedenswort: „Fürchte dich nicht.

Das ist wichtig für unsere Zeit, in der wir den Ungeist einer regelrechten Furcht-Fixierung erleben.

  • Es werden in einer Logik der Furcht weltweit Unsummen für Rüstung ausgeben für Kriege, die fast niemand will. 
  • Wir fürchten „die anderen“ und es fällt uns schwer, mit Menschen anderer Meinung zu sprechen. 
  • Wir sind oft wie fixiert auf Krisen und Probleme und sehen kaum noch das, was Gott uns aneinander schenkt.  

Fürchte dich nicht.“ Oder in der Sprache des kommenden Pfingstfestes: „Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7)

 

[Verse 3-4 Ulrike Böhmer]  

 

Vers 5

Der eine sagt: Ich gehöre dem HERRN. / Ein anderer benennt sich mit dem Namen Jakobs. Einer schreibt auf seine Hand: Für den HERRN. / Ein anderer wird ehrenvoll mit dem Namen Israel benannt

Am Ende ändert sich die Perspektive unseres Textes – wie das oft bei Liebesgeschichten der Fall ist. Am Anfang spricht Gott: „Jakob, Israel, Jeschurun, mein Knecht– ich habe Dich erwählt“ Am Ende antworten Menschen: „Ich gehöre dem HERRN.“ Die Liebeserklärung findet eine Antwort. Und plötzlich steht nicht mehr Israel als Ganzes im Blick, sondern der einzelne Mensch: Der eine sagt … ein anderer nennt sich … einer schreibt auf seine Hand …“ Wie sollte es auch anders sein: Wir können nicht für andere lieben, glauben, hoffen. Am Ende ist jede und jeder einzelne gefragt. Mit eigenem Namen. Und der eigenen Geschichte. Mit Luther gesprochen, wir können einander die Liebe Gottes ins Ohr flüstern - doch darauf vertrauen, kann ich nur für mich selbst.

Die Individualität hier im Text meint aber etwas anderes als unser modernes Monadentum. Wir leben supergut vernetzt – und oft schrecklich einsam zugleich. Immer mit dem Druck, besonders zu sein.

Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt dies als eine „Gesellschaft der Singularitäten“: Jede und jeder von uns soll einzigartig, sichtbar, besonders sein. Eine eigene Marke. Und das erschöpft – gerade junge Menschen. „Und hinter tausend Followern keinen Freund.“

Weil wir zwar unsere Handys streicheln und dies auch exzessiv tun – aber sie streicheln nicht uns. Parasoziale Interaktionen heißt das neudeutsch: intensive einseitige Beziehungen ohne Resonanz. Hartmut Rosa als anderer namhafter Soziologe unserer Tage beschreibt, wie viele Menschen heute das Gefühl haben, dass ihnen die Welt stumm wird. Alles ist verfügbar, hier in meiner Hand, nur einen Klick weit weg, aber innerlich entsteht Leere.

Der unbekannte Prophet beschreibt hier eine radikal andere Erfahrung, in der es auch um Hand und Namen geht. Eine tiefe Verbindung von Individualität und Sozialität. Die Erfahrung, als einzelner Teil einer Gemeinschaft zu sein. Israel erlebt Exil, Verlust, Fremdheit. Und doch zerfällt das Volk nicht. Warum?

  • Weil die Menschen sich als Teil einer großen, gemeinsamen Befreiungsgeschichte erfahren.
  • Weil Gott jede und jeden für sich bei ihrem Namen ruft und zugleich in die Gemeinschaft.

Der innere Zusammenhalt Israels entsteht in einer unverfügbaren gemeinsamen Beziehung: im Hören auf Gott.

Schön ist, wie unterschiedlich dann die Reaktion auf die Liebeserklärung Gottes beschrieben wird. Der eine sagt: Ich gehöre dem HERRN. / Ein anderer benennt sich mit dem Namen Jakobs. Einer schreibt auf seine Hand: Für den HERRN. / Ein anderer wird ehrenvoll mit dem Namen Israel benanntIm Hebräischen klingt hier der Gedanke von Yad Vashem an: „Ein Denkmal und ein Name.“ Der Mensch ist in Gottes Erinnerung kein Fall und keine Zahl, sondern ein Name.

Und genau das brauchen wir heute wieder. Eine Kultur der Liebeserinnerung mitten in Krisenzeit: „Gott denkt an mich. Ich gehöre zu Gott.“

Wer mit Krieg, Klimakrise, Pandemie, Populismus groß wird, braucht keine Durchhalteparolen. Er braucht Menschen, Gemeinschaft, um zu erfahren: Leben ist mehr als Krise.

Am Ende geht es um die Frage einer neuen Identität und um Hoffnung: Davon erzählt der unbekannte Prophet: Von Menschen, die zu sich selbst, zu einem neuen Miteinander, zu Gott finden. Menschen, die mitten in der Krise Trost und Trotzkraft erfahren. Nicht weil die Krise verschwindet, aber weil sie nicht mehr davon bestimmt werden. Dietrich Bonhoeffer hat dies in seinem Gedicht „Wer bin ich?“ aus der Haft 1944 eindrücklich beschrieben. Wer bin ich? [...] Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, [...] dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe [...]? Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott, Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott.

Am Ende kommt es auf Gottes Liebe an und dessen Echo in uns. Und hier schließt sich der Kreis zum Anfang. Das „Fürchte dich nicht“ wächst dort, wo Gottes Geist in uns Trost und Trotzkraft weckt. Wo die Liebes-Erinnerung stärker wird als das Krisen-Bewusstsein. Wo wir uns als Erwählte und Geliebte erfahren.

Das können wir aus der Geschichte des Volkes Israel lernen: Das Exil, die Fremde war die theologisch produktivste und intensivste Zeit. Dort entstand das, was wir heute als Altes Testament, als Hebräische Bibel kennen. Das lehrt uns der unbekannte Prophet: Krisen können wir nur überstehen, wenn wir uns ihnen geistlich stellen. Wenn sie uns zu Gott, zu einander und damit auch zu uns selbst führen.

Bevor wir gleich alle auseinander gehen und – vergnügt, erlöst, befreit – zu der nächsten Veranstaltung streben, schenken Sie noch einmal Ihren Nachbar/innen einen lächelnden Blick. Und erinnern Sie sie und sich selbst noch einmal daran, was wir gemeinsam in Gottes Augen sind. „Du bist kostbar – für mich.“ Und wenn Ihr wollt, sehen wir uns dann wieder bei einer anderen Veranstaltung  – oder nächstes Jahr zum Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf.

Ihnen und Euch weiter einen guten, gesegneten Tag!


Text wie von Autor/in bereitgestellt. Es gilt das gesprochene Wort.
Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Verfasserin/des Verfassers.

 

Noch Fragen?

Schauen Sie gerne in unseren Fragen & Antworten, ob Ihre Frage dort beantwortet wird.
Wenn nicht, helfen wir Ihnen gerne weiter. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an:

Telefon: 0931 870 93 024
E-Mail: programm(at)katholikentag.de

keyboard_arrow_up