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Mi, 13. Mai 2026, 14.00 Uhr

Mi
14.00–15.00
Pressekonferenzen |
Pressekonferenz - Eröffnung
"Hab Mut, steh auf!" - Zum Auftakt des Katholikentags
Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Göppingen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Journalist*innen, 

ich begrüße Sie sehr herzlich zum 104. Deutschen Katholikentag! Willkommen in Würzburg, willkommen in Franken! Sie werden große Gastfreundschaft erleben – und eine Stadt, in der seit Tagen alles – wirklich alles – auf unser großes Fest hinweist.  

„Hab Mut, steh auf!“ Das Leitwort dieses Katholikentags ist eine Aufforderung, nicht hinter Kirchentüren zu verschwinden:  

  • Bewege dich!
  • Nimm deinen Mut zusammen und verändere dich!
  • Verändere deine Haltung, dein Handeln, öffne dein Herz! 

Das Leitwort dieses Katholikentags ist eine Botschaft, die in höchstem Maße Zeitansage ist: Wir müssen uns einmischen!  

Eine Kirche, die sich  

  • zur Menschenwürde,
  • zur Solidarität,
  • zu konkretem Handeln in der Not der Zeit bekennt,  

ist eine politische Kirche. Sie findet ihren Auftrag dazu in der Bibel. Denn die Bibel erzählt von der tiefen Sehnsucht nach Heilung der Welt und nach Heilung jedes einzelnen Menschen.  

Im Markus-Evangelium, dem dieses Leitwort entnommen ist, sucht der blinde Bartimäus den direkten Kontakt zu Jesus. Er ruft ihn laut an, fleht um seine Aufmerksamkeit. Zuerst wird er von Umstehenden gemaßregelt. Sie wollen ihn zum Schweigen bringen. Doch er ruft immer lauter. Und tatsächlich – Jesus sieht ihn! Das verändert nicht nur alles für Bartimäus – es verändert auch die Umstehenden selbst.  

Schlagartig.  

Auf einmal heißt es aus vielen Kehlen: „Hab Mut! Steh auf, Bartimäus! Er ruft dich!“  

Jesus und Bartimäus sind jene beiden Männer, auf die sich Predigten üblicherweise konzentrieren. Aber unser Katholikentag hier in Würzburg sieht ein Zeichen der Zeit darin, nicht nur auf diese beiden Männer zu schauen. Ich stelle die These in den Raum: Dieser Katholikentag interessiert sich für die Umstehenden! Denn Katholikentage sind Orte, die etwas über das Miteinander in der Gesellschaft erzählen, über Brüche und Aufbrüche, über Angst und Zuversicht, über Verzagtheit und Zukunftsmut.  

Katholikentage wollen verwandeln. Sie sind Orte des Lebens. Sie fordern Haltung. Sie inspirieren zum Handeln. Sie zielen auf das Herz eines jeden und einer jeden.  

Wo wir umstehende Menschen sind, die die Welt interessiert beobachten und uns eine Meinung bilden, fordert der Katholikentag uns heraus: 

  • Ermutige ich andere, auf Gott zu vertrauen?
  • Gebe ich denen Unterstützung, die die Welt zum Frieden wandeln wollen?
  • Feuere ich die Suchenden an, statt sie zum Schweigen zu bringen? 

Die Geschichte vom blinden Bartimäus zeigt, dass ein Mensch, der unbeirrt auf dem Weg zu Gott ist, nicht nur sich selbst verändert. Er verändert die Haltung anderer.  

Wir brauchen also mehr Bartimäusse in dieser Welt! Gerade jetzt. Wir brauchen Menschen, die Umstehende in Ermutiger verwandeln. Überall dort, wo es Ermutigung braucht, in den tiefen Krisen dieser Zeit.  

„Hab Mut, steh auf!“ ---  Auf einen gelingenden Katholikentag!


Text wie von Autor/in bereitgestellt. Es gilt das gesprochene Wort.
Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Verfasserin/des Verfassers.

 

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E-Mail: programm(at)katholikentag.de

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