Wer macht eigentlich Katholikentage?

Viele Menschen arbeiten über mehrere Jahre zusammen, um einen Katholikentag auf die Beine zu stellen. In der Regel alle zwei Jahre richtet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) einen Katholikentag aus. Schauplatz ist jeweils eine andere Stadt in einem anderen Bistum: 2018 war der 101. Deutsche Katholikentag zu Gast in Münster, Gastgeber war das Bistum Münster. 2016 hat der Katholikentag sein 100. Jubiläum in Leipzig im Bistum Dresden-Meißen gefeiert.

Gremien

Das ZdK und die gastgebende Diözese gründen gemeinsam einen Trägerverein. Dieser stellt im Auftrag der Veranstalter die wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Mittel und Voraussetzungen für die Planung, Durchführung und Abwicklung des Katholikentags vor Ort sicher. (Vorsitzende des Trägervereins für den 101. Deutschen Katholikentag in Münster ist Anne Hakenes. In einem Interview erzählt sie von ihren Aufgaben: Zum Interview)

Oberstes beschlussfassendes Gremium eines Katholikentags in inhaltlichen und programmatischen Fragen ist die Katholikentagsleitung. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern des ZdK, der gastgebenden Diözese und des Trägervereins – etwa zu gleichen Teilen. Den Vorsitz hat der Präsident des ZdK inne. Diese Position hat sich mit den Jahren aus der des Präsidenten der Katholikentage entwickelt.

Seit November 2015 ist Prof. Dr. Thomas Sternberg ZdK-Präsident (katholikentag.de berichtete) und damit Vorsitzender der Katholikentagsleitung. Er beruft die Sitzungen der Katholikentagsleitung ein – etwa vier bis fünf im Jahr, bereits noch während Vorbereitungen für einen vorherigen Katholikentag laufen – und leitet sie. Außerdem überwacht er supervisorisch die Planungen und Abläufe und ist Repräsentant des Katholikentags.

Ansprechpartner vor Ort

Am Veranstaltungsort richtet der Rechtsträger eine Geschäftsstelle ein (katholikentag.de berichtete). Sie gliedert sich in verschiedene Bereiche (für Münster: Geschäftsführung, Programm, Planung und Technik, Infrastruktur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und übernimmt die organisatorische, technische und finanzielle Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung des jeweiligen Katholikentags. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind vor Ort die ersten Ansprechpartner bei Fragen und Anliegen zum anstehenden Katholikentag.

Auf dem Weg zum Programm

Für die Planung und Realisierung des gesamten Programms eines Katholikentags beruft die Katholikentagsleitung eine Programmkommission ein. Dieses Gremium besteht aus den Vorsitzenden der jeweiligen Programmarbeitskreise, einem Repräsentanten der Evangelischen Landeskirche sowie weiteren Vertretern aus dem gastgebenden Bistum, der Katholikentagsgeschäftsstelle und dem ZdK-Generalsekretariat.

Die Programmkommission entwickelt ein Gesamtkonzept für das Programm. Hierzu fasst sie die Programmvorschläge der Arbeitskreise mit jenen Beiträgen zusammen, die kirchliche Organisationen und Institutionen zu den verschiedenen Themenbereichen beisteuern – denn: Vor jedem Katholikentag wird dazu aufgerufen, Themen- und Programmvorschläge einzureichen (katholikentag.de berichtete). Nach vielen Abstimmungen und Sitzungen legt die Programmkommission der Katholikentagsleitung die Gesamtplanung des Katholikentagsprogramms zur endgültigen Beschlussfassung vor.

Farbe und Leitwort eines Katholikentags

In den ersten Sitzungen beschäftigt sich die Katholikentagsleitung mit der Entscheidung für eine Farbe sowie für das Leitwort für den anstehenden Katholikentag. Auf Basis vieler Vorschläge diskutieren die Gremienmitglieder über längere Zeit und gehen verschiedene Varianten durch, bis sie sich endgültig für eine Fassung entscheiden. Leitwort und Farbe bilden dann die Grundlage aller weiteren Entscheidungen in der Vorbereitung auf den Katholikentag.

In den Impressionen des 101. Deutschen Katholikentags können Sie sich selbst einen Eindruck verschaffen. Stöbern Sie auch gerne durch den Rückblick auf den Jubiläumskatholikentag in Leipzig.

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