Preis der Deutschen Katholikentage

Das Leben in der Kirche wäre ohne das Engagement der Laien nicht nur ärmer, es wäre gar nicht vorstellbar. Frauen und Männer arbeiten in Räten, Verbänden, Organisationen, Initiativen und bringen dort ihre Fähigkeiten und Talente ein. Damit geben sie als Zeugen des Evangeliums der Kirche ein Gesicht – in Caritas, Verkündigung und Liturgie. Und sie verändern Welt und Gesellschaft. 

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Veranstalter der Katholikentage, will diesen wichtigen Einsatz der Laien honorieren und fördern. Es hat daher den "Preis der deutschen Katholikentage" (Aggiornamento-Preis) gestiftet und zeichnet damit beispielhafte Projekte aus. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird bei einer Feierstunde während des 101. Deutschen Katholikentags in Münster verliehen.

Eine kompetente Jury entscheidet über die Preisträger. Ihr gehören folgende Persönlichkeiten an:

  • Der Präsident/die Präsidentin des ZdK
  • Der Bischof des jeweiligen zum Katholikentag einladenden Bistums
  • Der/die Vorsitzende des Diözesanrates des jeweiligen zum Katholikentag einladenden Bistums
  • Ein von der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) entsandtes Mitglied des ZdK
  • Das älteste und das jüngste stimmberechtigte Mitglied des ZdK mit Ende der Ausschreibungsfrist
  • Ein Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Lumen gentium

Die Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit gefällt. Der Generalsekretär nimmt mit beratender Stimme teil. Der Geschäftsführer des 101. Deutschen Katholikentages, Roland Vilsmaier, ist ebenfalls der Geschäftsführer des Preises.

Die Preisträger 2018

Platz 1: Dem Projekt "KjG-Kinderstadt" des Diözesanverbandes der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Köln wurde der erste Preis, dotiert mit 5.000 Euro, zuerkannt. Fünf Tage lang können Kinder bei dieser Ferienaktion in die verschiedenen Rollen und Berufe schlüpfen, die es in einer Stadt gibt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei auch besonders für politische Inhalte begeistert. Dies und das sehr gut durchdachte Konzept überzeugte die Jury.

Platz 2: Geflüchtete aber auch Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, überstützt das zweitplatzierte Projekt "HERZ ZEIGEN" des Augsburger Diözesanverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB). Dieses Projekt fördert die Jury mit 3.000 Euro Preisgeld, da sie besonders der Aufruf zum christlichen Blick zurück auf Herzlichkeit und Mitgefühl und weg von Statistiken und Zahlen in der Flüchtlings-Diskussion überzeugte.

Platz 3: Für das Projekt "Altersarmut begegnen" des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Ibbenbüren gab es 2.000 Euro Preisgeld. Ältere, von Armut bedrohte oder betroffene Menschen stehen im Fokus der Projektarbeit. Die Jury lobt die Arbeit als vorbildliches Modell. 

Die Preise wurden während des Katholikentags in Münster vom Präsidenten des ZdK, Thomas Sternberg, bei einer Feierstunde verliehen. Das erstplatzierte Projekt erhielt neben dem Preisgeld auch eine Stele. Diese wurde in Münster vom Künstler Günter Malchow aus Münster gestaltet. Sie zeigt symbolisch zwei Positionen, die sich auf einem Forum treffen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen. Die Stele ist in den Stadtfarben von Münster gestaltet.

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