Katholikentag klimaneutral

Katholikentage sind Großveranstaltungen, die langer Vorbereitung bedürfen und Zehntausende von Menschen mobilisieren. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass der Katholikentag bewusst auf Nachhaltigkeit achtet: während der Großveranstaltung im Mai und bereits in den Monaten der Vorbereitung.
Der Deutsche Katholikentag ist sich seines Auftrags als christliche Großveranstaltung bewusst. Er will Vorreiter für nachhaltige Großveranstaltungen sein. 2008 wurde der Katholikentag erstmals klimaneutral durchgeführt. Damit hat er Maßstäbe gesetzt, für sich und andere Großveranstaltungen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz bedürfen Kontinuität. Auch der 101. Katholikentag in Münster soll deshalb klimaneutral durchgeführt werden.

Schöpfungsauftrag ernst nehmen

Nachhaltigkeit bedeutet: Ressourcen schonen, den Ausstoß von CO2 verringern, Produkte beziehen, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt und fair gehandelt sind, regionale Firmen und biologischen Anbau fördern. Damit nimmt der Katholikentag den Schöpfungsauftrag ernst: Als Kirche in der Welt stehen wir alle in der Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren und für die Würde aller Menschen einzutreten.

Klimaneutral – Wie geht das?

Das oberste Ziel des Katholikentags – Klimaneutralität – wird in drei Schritten erreicht: Schädliche Treibhausgase vermeiden, verringern und, wo dies nicht möglich ist, kompensieren.
Die Kompensation basiert auf einem einfachen Prinzip: Schädliche CO2-Emissionen haben eine globale Schädigungswirkung. Es ist daher egal, an welchem Ort sie verursacht und an welchem Ort sie vermieden werden. Die unvermeidbaren Emissionen des Katholikentags lassen sich also auch durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen in Indien ausgleichen. So unterstützt der Katholikentag das Projekt der Klima-Kollekte „Solarlampen für Dalits in Indien“.

Projekt BiodiverCity

Der 100. Katholikentag stellte erstmals den Aspekt der Biodiversität in den Vordergrund: „BiodiverCity – Artenvielfalt in der Stadt“ wandte sich hierzu speziell der Biodiversität im städtischen Raum zu.
In Kooperation mit dem Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. wurden an vier Leipziger Schulen und einem zentralen Ort in der Innenstadt von Leipzig verschiedene Installationen realisiert. Dazu gehörten ein Insektenhotel mit Wildblumenwiese, ein Hochbeet mit selbst gezogenem Gemüse, eine Kräuterspirale, Nistkästen für Vögel/Fledermäuse, ein Steingarten, eine Bienenbox, eine Benjeshecke sowie ein mobiles Hochbeet mit biodiversen Pflanzen in Form der Zahl 100. Zusätzlich zu einer Patenschaft für zwei Lindenbäume wurde in Kooperation mit dem katholischen Hilfswerk Misereor das Projekt „Internationale Biodiversitätsgärten und Kochaktion“ angeboten, bei dem mit praktischer Veranschaulichung Perspektiven auf globale Ernährungsgewohnheiten aufgezeigt wurden.

Die Umweltmaßnahmen des Katholikentags

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, hat sich der Katholikentag eine lange Liste an Maßnahmen vorgenommen. Einige davon werden bereits während der Vorbereitung in der Geschäftsstelle umgesetzt: Pakete und Briefe werden klimafreundlich mit GoGreen von DHL verschickt, es werden Recyclingprodukte benutzt und bei Sitzungsverpflegung wird auf regionale, vegetarische Kost geachtet.
Eine detaillierte Liste finden Sie unter Umweltmaßnahmen.

Veranstaltungen beim Katholikentag

Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung werden darüber hinaus während des Katholikentags in verschiedenen Themenbereichen behandelt.

Diese Seite teilen