Umweltbewusster Katholikentag

Umfrage der WWU Münster

Umfrage der WWU Münster

Umweltbewusster Katholikentag

Die Besucherinnen und Besucher des Katholikentags in Münster sind umweltbewusst, überdurchschnittlich zufrieden und vertrauen ihren Mitmenschen. Das hat eine Umfrage der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ergeben, die im Rahmen des Katholikentages durchgeführt wurde.

In Kooperation mit dem Umweltbeirat des Katholikentages wurden die Besucherinnen und Besucher der Kirchenmeile auf dem Schlossplatz von Studierenden der WWU in Hinsicht auf ihre persönlichen Einstellungen und grundlegenden Werte befragt. Neben religiösen und ideellen Aspekten standen dabei vor allem das Umweltbewusstsein der Befragten im Fokus der Untersuchung.

Katholikentagsteilnehmende sehr zufrieden und voll Vertrauen

Die Auswertung der rund 850 Fragebögen zeichnet ein sehr positives und optimistisches Bild der Studienteilnehmenden. Sie erreichen demnach auf der "Glücksskala" weitaus höhere Werte als der durchschnittliche Bundesbürger im letztjährigen Glücksatlas. (Weitere Informationen zum Glücksatlas finden Sie hier.)

Besonders auffällig ist den Autoren der Studie zufolge außerdem das hohe Maß an Vertrauen der Besucherinnen und Besucher. Auf die Frage "Denken Sie, dass man Menschen im Grunde vertrauen kann?" antworteten rund 93 Prozent mit "Ja". In Anbetracht aktueller politischer Debatten über Vertrauensverlust in Medien und Politik ein beachtlicher Wert. 

Religion und Klimaschutz – Spendensammlung für die Klima-Kollekte

Bezüglich des Klimaschutzes waren die Befragten weitestgehend sensibilisiert: Etwa zwei Drittel zeigten sich ziemlich oder sehr interessiert an Fragen des Klimaschutzes. Jeder Vierte gab zudem an, die bei der Anreise angefallenen CO2-Emissionen bereits im Vorfeld des Katholikentages kompensiert zu haben – ebenfalls ein beachtlich hoher Wert. Von der Klimaneutralität des Katholikentages hatten bereits rund  35 Prozent der Befragten gehört. 

Im Rahmen der Studie wurde außerdem nicht nur das abstrakte Klimaschutzinteresse der Katholikentagsbesucherinnen und -besucher abgefragt, sondern auch konkret Spenden für den CO2-Kompensationsfonds Klima-Kollekte gesammelt. Dabei kamen rund 1.000 Euro zusammen. Mithilfe des Umweltbeirates des Katholikentages wurde dieser Betrag sogar verdoppelt, sodass letztlich über 2.000 Euro an die Klima-Kollekte gespendet werden konnten. Mit dem Geld werden Klimaschutzprojekte in aller Welt gefördert. 

In diesem Zusammenhang wurde zudem wissenschaftlich untersucht, inwiefern religiöse Normen die Spendenbereitschaft beeinflussen. Diese Analyse ergab, dass ein Verweis auf die Enzyklika 'Laudato Si' von Papst Franziskus und die zugesicherte Unterstützung durch eine religiöse Institution das Spendenaufkommen um rund 60 Prozent erhöhen kann. Laut den Forschenden der WWU zeigt dies, dass die Proklamation von klimafreundlichen Verhalten seitens Kirchen- und Religionsgemeinschaften Früchte tragen und in der Gesellschaft einen tatsächlichen Wandel unterstützen kann.

"Offenherzige, positive und kommunikative Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer"

Insgesamt ziehen die Forschenden ein durchweg positives Fazit aus der Befragung. Selten treffe man derart "offenherzige, positive und kommunikative Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer wie auf der Kirchenmeile des Katholikentages", betonen die WWU-Mitarbeitenden. Der verantwortliche Studienorganisator Prof. Dr. Andreas Löschel erklärte: "Wir sind sehr glücklich, Teil dieser großartigen Veranstaltungen in Münster gewesen zu sein und freuen uns auf weitere Kooperationen mit den Beteiligten und Verantwortlichen des Katholikentages."

Foto: Katholikentag / Fabian Weiss
 

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