Über 11.000 Euro Spende

Mit der Friedenskruste Zukunft schaffen

Einen süßen Scheck aus Marzipan über 11.080 Euro konnten die Initiatoren der "Friedenskruste" jetzt dem Verein "Hilfswerk Schwester Petra" aus Oelde überreichen. Das Geld stammt aus dem Verkauf der Friedenskruste:

Seit Februar ist das Brot in insgesamt 24 Bäckereibetrieben aus Münster und den Kreisen Coesfeld, Warendorf, Soest, Borken, Recklinghausen und Steinfurt erhältlich. 30 Cent pro Stück gehen an das Hilfswerk, das Menschen in Indien unterstützt. "Dass in dieser Zeit eine so hohe Summe zusammenkommt, spricht natürlich für den Geschmack des Brotes. Genuss und Gutes tun kamen bei der Friedenskruste auf wunderbare Weise zusammen", so Georg Krimphove von der Bäckerei Krimphove.

Die Bäckereien seien mit Herz dabei gewesen, ergänzt Michael König von der Firma Hama Backservice: "Beispielsweise spendeten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus einem Betrieb zusätzlich 100 Euro ihres Trinkgeldes." Das Projekt "Friedenskruste" ist aber noch nicht beendet. "Viele Bäckereien werden das Brot noch weiter führen", so Michael König - inklusive der Spende pro Brotlaib an das Hilfswerk.

Für die "Friedenskruste" stand das Leitwort des 101. Deutschen Katholikentags "Suche Frieden" Pate. "Der Katholikentag in Münster war mit 90.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein großer Erfolg und es freut mich sehr, dass jetzt auch diese Spendenaktion von Bäckereien in und um Münster ein solcher Erfolg wurde", sagt Anne Hakenes, die Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins. Der Katholikentag habe sich für diese Aktion sehr gerne engagiert, weil diese ganz konkret das Leitwort "Suche Frieden" zu den Menschen bringt.

Dem stimmt auch Domkapitular Klaus Winterkamp, Beauftragter des Bistums Münster für den Katholikentag, zu: "Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Zum Frieden gehört Gerechtigkeit, die Solidarität mit Menschen in der Welt, die materiell schlechter gestellt sind als wir. Natürlich müsste da noch viel mehr geschehen, als nur eine Spende nach Indien zu überweisen. Aber das ist schon einmal ein erster Schritt."

Das Geld geht, so Hildegard Micheel-Meier, ehrenamtliche Ansprechpartnerin des "Hilfswerks Schwester Petra", und Geschäftsführer Elmar Nordhus-Westarp, an den Orden der "Dienerinnen der Armen". Dieser wurde 1969 von Schwester Petra aus Oelde gegründet. Die Gemeinschaft betreibt Heime für Waisen, Menschen mit Beeinträchtigung, Alte, TBC- und AIDS-Kranke. Außerdem unterhält sie Ambulanzen, Werkstätten, Schulen, darunter Nähschulen und eine Schule für Gehörlose, sowie Kindergärten. "Wir danken sehr für diese Unterstützung", so Hildegard Micheel-Meier. "Heute gehört für den Menschen Bildung zum täglichen Brot - das gilt auch und vor allem für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit unseren Schulen können wir den Menschen in Indien helfen, ihre Zukunft zu gestalten."

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Foto: katholikentag.de / Katzenberger

Diese Seite teilen