Anne Hakenes blickt zurück

Unvergessliches Ereignis mit nachhaltiger Wirkung

"Nach fast vier Jahren wird mir der Abschied richtig schwer fallen" – Gut eineinhalb Monate nach Ende des Katholikentags blickt die Vorsitzende des Trägervereins zurück auf das Großereignis.

Sie ist sich sicher: "Das werde ich nie vergessen! Es war eine einzigartige Geschichte, die mit nichts zu vergleichen ist." Eine solch tolle Stimmung wie während Katholikentags habe sie in der Stadt noch nie gespürt, sagt die 72-Jährige. "Selten gab es in Münster ein Großereignis, das alle so begeistert hat. Es hat sich – zumindest bei mir – keiner beschwert."

Als der Beauftragte des Bistums Münster für den Katholikentag, Dr. Klaus Winterkamp, die Münsteranerin vor drei Jahren fragte, ob sie sich vorstellen könne, sich als Vorsitzende des Trägervereins zu engagieren, habe sie nicht gewusst, was auf sie zukommt. "Es war wie ein Geschenk", zieht sie jetzt ihr Fazit, "denn so eine Gelegenheit bekommt man ja nicht alle Tage." Ihre bisherige Tätigkeit als Kommunalpolitikerin habe mit der Arbeit an einem Ereignis wie dem Katholikentag nur am Rande etwas zu tun gehabt. "Ich komme ja aus einem ganz anderen Metier."

"Die Chemie stimmte!"

Besonders die "tolle Zusammenarbeit" mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) habe sie begeistert. "Die Chemie stimmte! Das ist ja nicht selbstverständlich", beschreibt sie ihre bisherigen Erfahrungen. Es habe zwar auch Aspekte gegeben, über die gestritten wurde – zum Beispiel habe sie sich anfangs immer wieder gefragt, ob es wirklich mehr als 1.000 Veranstaltungen sein müssen. Aber da habe sie ganz auf die Erfahrungen aus dem ZdK und der Geschäftsstelle vertraut. "Auch, wenn es der 101. Katholikentag war, also der erste nach dem Jubiläum, kann man nicht bei null anfangen."

Mit Bewunderung blickt sie auf die Arbeit der Hauptamtlichen und das Engagement der vielen Ehrenamtlichen zurück und erinnert sich gerne an ihren Besuch im Logistikzentrum des Katholikentags während der Veranstaltungstage: "Dort haben Profis gearbeitet, wie in einem mittelständischen Wirtschaftsunternehmen." Und auch die reibungslose Einsatzplanung der rund 2.000 Helferinnen und Helfer habe sie begeistert.

Beim nächsten Katholikentag im Privatquartier

Wie eine Teilnehmerin an einer Veranstaltung dabei zu sein, dazu habe sie in Münster keine Möglichkeit gehabt. "Deswegen bin ich froh über die vielen Rückmeldungen und Berichte, die ich jetzt von Freunden und Bekannten bekomme, die selbst dabei waren." Sie habe ihre Aufgabe aber auch anders gesehen. "Ich wollte mich in den Tagen bei allen bedanken." So habe sie morgens immer wieder in der Organisationsleitung vorbeigeschaut, an einem Tag das Logistikzentrum im Münsteraner Ortsteil Gievenbeck und auch die Helferzentrale besucht. "Auch bei der Party für die Helfenden war ich gerne dabei."

Jetzt nach der Veranstaltung in Münster freue sie sich aber auf den nächsten Katholikentag in einer anderen Stadt: "Dann werde ich ganz privat als Anne Hakenes teilnehmen und werde auf jeden Fall in einem Privatquartier übernachten."

Nachhaltig geprägt habe sie auch das Leitwort des Katholikentags "Suche Frieden": "Wenn es heute zu Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen kommt, bei denen ich vielleicht nicht derselben Meinung bin wie mein Gegenüber, dann denke ich immer 'Suche Frieden'. Ich lege mittlerweile viel schneller den Fokus auf das, was wirklich zählt."

Foto: Katholikentag / Nadine Malzkorn

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