Warten auf den 3. ÖKT 2021

Große Vorfreude bei Veranstaltern und Stadt

Noch gibt es kein Motto, noch ist der Deutsche Evangelische Kirchentag mit der Vorbereitung des Dortmunder Kirchentags im kommenden Juni beschäftigt und erholt sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als gleichberechtigter Veranstalter vom Katholikentag in Münster.

Aber die Evangelische Kirche von Hessen-Nassau kann es kaum erwarten, bis der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) endlich konkrete Gestalt annimmt. Gleiches gilt für das Bistum Limburg als zweiten kirchlichen Gastgeber. Nach Berlin 2003 mit rund 200.000 und München 2010 mit 150.000 Teilnehmenden laden beide Kirchen gemeinsam mit dem Kirchentag und ZdK vom 12. bis 16. Mai 2021 nach Frankfurt am Main ein. 

Die Stadt Frankfurt freut sich bereits jetzt auf "ein großes gesellschaftliches Forum" mit über 100.000 Teilnehmenden. Aus der Sicht von Kirchentag und ZdK, aber auch von hessen-nassauischer Kirche und Bistum Limburg können es ruhig noch deutlich mehr werden. Man würde schon ganz gern die Teilnehmerzahl von München 2010 erreichen, wenn nicht gar übertreffen. Vor allem dann, wenn dieser 3. ÖKT tatsächlich echte Fortschritte für die katholisch-protestantische Ökumene bringen würde. Seit dem 2. ÖKT in München kommt aber auch den orthodoxen Kirchen für die künftige Ökumene eine immer größere Bedeutung zu.

Finanzielles

Selbstverständlich hätten die Kirchen nichts dagegen, wenn sich auch die Frankfurter Bankenwelt als Sponsoren an den Kosten für das große ökumenische Treffen beteiligen würde. Denn 20 Millionen Euro dürften für die Gesamtkosten des Großereignisses kaum ausreichen. Die Stadt Frankfurt hat bereits vier Millionen Euro in bar und eine Million Euro in Sachkosten zugesagt. Acht Millionen Euro hat die Evangelische Kirche von Hessen-Nassau für das Ereignis zurückgelegt. 

Die Köpfe des 3. ÖKT

Groß ist die Vorfreude des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung und Limburgs Bischof Georg Bätzing auf das große Frankfurter Treffen 2021. Sie schrieben nach dem endgültigen Beschluss für den 3. ÖKT in einem gemeinsamen Brief an Kirchentag und ZdK: "Schon lange warten die Christinnen und Christen in Deutschland auf einen 3. Ökumenischen Kirchentag. Nach den großen und bewegenden Ereignissen in den Jahren 2003 und 2010 sehnen sich viele Menschen in unserem Land danach, erneut ein solches gemeinsames Zeichen zu setzen, mit dem Sie, mit dem wir, über Konfessionsgrenzen hinweg unseren gemeinsamen Glauben an den auferstandenen Christus vor aller Welt bezeugen und ein Bekenntnis zu unserer gemeinsamen Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in unserem Land und darüber hinaus ablegen."

Während das ZdK mit seinen Präsidenten beziehungsweise seiner Präsidentin den katholischen Leiter des Ökumenischen Kirchentags stellt, hat der Deutsche Evangelische Kirchentag für das Frankfurter Treffen als seine Präsidentin die Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limberg, gewinnen können: "Das Verbindende zu stärken, den Blick auf die Unterschiede zu richten und nach Lösungen zu suchen, die allen dienen – das reizt mich." Ihr zur Seite stehen auf evangelischer Seite die vorangegangenen Kirchentagspräsidenten Hans Leyendecker (2019), Christina aus der Au (2017) und Andreas Barner (2015).

Kirchen- und Katholikentage

Im Vorfeld des 3. ÖKT findet unter der Losung "Was für ein Vertrauen" 2019 in Dortmund der nächste Evangelische Kirchentag statt. 2020 stünde dann turnusgemäß der nächste Katholikentag an. Doch im Blick auf die Vorbereitung des 3. Ökumenischen Kirchentages wird er ausfallen. Er würde zu viel Kraft und Geld binden, was gegenwärtig nicht zu leisten sei, heißt es beim ZdK.

Der nächste Deutsche Katholikentag soll dann 2022 stattfinden. Als Veranstaltungsorte kämen Würzburg oder Stuttgart in Frage. Entschieden aber ist noch nichts. Erfurt hat bereits Interesse an der Austragung des Katholikentags 2024 bekundet. Derweil wird der Deutsche Evangelische Kirchentag 2023 wahrscheinlich in Nürnberg stattfinden. Eine entsprechende Entscheidung will der Kirchentag im September fallen. Eine Einladung hat bereits der Ältestenrat der Stadt Nürnberg ausgesprochen, und die bayerische Landessynode sprach sich bereits 2013 für einen Kirchentag in Nürnberg aus.

Textvorlage: KNA / K. Rüdiger Durth
Das Bild zeigt den Segenskreis als Logo des 3. Ökumenischen Kirchentages vor der offiziellen Farbe der Großveranstaltung.

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