Hoffentlich nicht alles gegessen

Interview zum "Friedensteller" beim Katholikentag

Interview zum "Friedensteller" beim Katholikentag

Hoffentlich nicht alles gegessen

Hungrig mussten die Helferinnen und Helfer beim Katholikentag im Mai 2018 in Münster nicht bleiben: Wenn sie sich überlegten, was sie den gerne essen wollten, konnten sie unter anderem den "Friedensteller" wählen.

Dahinter steckt ein Projekt, das die Fachhochschule Münster (FH Münster) in Zusammenarbeit mit dem Bistum, der Stadt Münster und dem Katholikentag initiiert hatte (katholikentag.de berichtete). 

Eine große Rolle in einer friedvollen, gerechten Welt spielt auch die Ernährung. Die Art, wie und was der Mensch isst, hat lokale und globale Auswirkungen und kann zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. "Mit jeder Entscheidung, die man dazu trifft, was man isst, trifft man auch eine Entscheidung für die Welt", erklärt Fara Steinmeier vom Institut für nachhaltige Ernährung der FH Münster (iSuN) im Interview. Das Projekt "Friedensteller" legt großen Wert darauf, dass die Zutaten nachhaltig produziert wurden, dass regionale Produkte verwendet werden und die Produktionsbedingungen fair sind.

Katholikentag in Münster setzte Zeichen mit dem "Friedensteller"

Beim Katholikentag in Münster wurde den 2.000 Helferinnen und Helfer zum Mittagsessen unter anderem der "Friedensteller" angeboten. Die Rezepturen sollten ihnen die Wechselwirkung zwischen Ökologie, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit näher bringen und beim Essen sinnlich erfahrbar machen. Hätten beispielsweise alle Helferinnen und Helfer an allen fünf Tagen nur nach nachhaltigen Kriterien gegessen, hätten sie gemeinsam mehr an CO2 eingespart, als ein durchschnittlicher Bundesbürger im Jahr produziert. 

Und jetzt ist alles gegessen?

"Hoffentlich nicht", so Fara Steinmeier. Natürlich hofft sie, dass alle Teller gut geleert worden sind, "aber wir möchten, dass das Projekt weitergeführt wird und sich nicht im Sande verläuft, sondern dass es dauerhaft in den Praxisbetrieben integriert wird." Langfristiges Ziel sei es, dass eine nachhaltige Ernährung zur Standardernährung wird.

Wie das Projekt beim Katholikentag angekommen ist und welches Gericht Fara Steinmeier persönlich am besten geschmeckt hat, verrät sie im Interview:

Foto: Katholikentag / Lena Höckerschmidt
Video: Thomas Arzner

"Friedensteller" beim Katholikentag in Münster – Ein Interview mit Fara Steinmeier

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