Friedenskruste gefragt

Weitere 7.335 Euro für "Hilfswerk Schwester Petra"

Weitere 7.335 Euro für "Hilfswerk Schwester Petra"

Friedenskruste gefragt

Auch sieben Monate später wirkt der Katholikentag in Münster in der Stadt und der Region noch nach – vor allem kulinarisch:

Die Friedenskruste, das Brot, dessen Körnermischung extra aus Anlass des Großereignisses zusammengestellt wurde, fand auch nachträglich eine rege Abnahme. Weitere 7.335 Euro kamen so zusammen, die die Initiatoren der Friedenskruste nun gemeinsam mit der Vorsitzenden des Rechtsträgervereins des Katholikentags, Anne Hakenes, an den Verein "Hilfswerk Schwester Petra" aus Oelde überreichten. 

"Ich schaue gerne auf den Katholikentag und die Zeit der Vorbereitung zurück und es macht mich umso glücklicher, wenn in diesem Zusammenhang solch eine tolle Arbeit unterstützt wird", freut sich Anne Hakenes bei der Spendenübergabe.

Seit Februar dieses Jahres hatten sich insgesamt 24 Bäckereibetriebe aus Münster und den Kreisen Coesfeld, Warendorf, Soest, Borken, Recklinghausen und Steinfurt der Aktion angeschlossen und pro verkauftem Brot 30 Cent als Spende gesammelt. Rund zwei Wochen nach dem Katholikentag konnten dann bereits 11.080 Euro gespendet werden (katholikentag.de berichtete). 24.450 weitere Friedenskrusten gingen seitdem über die Ladentheke der Bäckereien Krimphove und Schrunz und sorgten dafür, dass die Spendensumme auf insgesamt über 18.000 Euro anstieg. 

"Wir verkaufen täglich etwa 150 Friedenskrusten in unseren Filialen. Die Nachfrage war auch nach dem Katholikentag groß", erzählt Georg Krimphove von der Bäckerei Krimphove. Angelehnt an das Leitwort des 101. Deutschen Katholikentags "Suche Frieden" hatte die Firma Hama Backservice die Körnermischung für die Friedenskruste entwickelt. "Es war eine ganz neue Zusammensetzung aus verschiedenen Könern", erklärt Michael König von der Firma Hama Backservice, "Und sie kommt sehr gut an", ergänzt Krimphove. Das Brot sei eines der Top-Produkte der Bäckerei, sodass die Friedenskruste auch weiterhin im Sortiment bleiben werde, auch wenn nun nicht mehr weiter für die Aktion gesammelt werde.

Die Spende kommt dem Orden der "Dienerinnen der Armen" zugute, erklären Elmar Nordhus-Westarp und Hildegard Micheel-Meier, Geschäftsführer und ehrenamtliche Ansprechpartnerin des "Hilfswerks Schwester Petra" aus Oelde. Im Jahr 1969 baute die Ordensschwester Petra aus Oelde in Indien die Ordensgemeinschaft "Dienerinnen der Armen" auf, für die sich der Verein seitdem von Deutschland aus einsetzt.

"Besonders für die Unterstützung der Familien, die unter der schweren Flutkatastrophe in Indien leiden, können wir das Geld derzeit gut gebrauchen", berichtet Ordensschwester Therese. Die Schwestern versorgen die Betroffenen vor Ort unter anderem mit Kleidung, Nahrungsmitteln und Medikamenten und bieten ihnen im Konvent eine erste Notunterkunft.  

Darüber hinaus betreibt die Gemeinschaft seit nunmehr fast 50 Jahren Heime für Waisen, Menschen mit Beeinträchtigung, Alte, TBC- und AIDS-Kranke, unterhält Ambulanzen, Werkstätten, Schulen, sowie Kindergärten. Im kommenden Jahr 2019 feiert der Orden sein 50-jähriges Jubiläum. Weitere Informationen zur Gemeinschaft sowie zum Hilfswerk gibt es unter hier.

Foto: Katholikentag / Lena Höckerschmidt

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