Friedenskruste – genießen und Gutes tun

Bistum Münster

Ein eigenes Brot für den Katholikentag: Viele Bäcker im Bereich des Bistums Münster nehmen bis zum Katholikentag im Mai die "Friedenskruste" in ihr Sortiment auf.

"Damit kann man genießen und Gutes tun", so Georg Krimphove, selbstständiger Handwerksbäcker in Münster, und Michael König von der Firma Hama Backservice, die Initiatoren der Aktion. Denn 30 Cent pro verkauftem Brot gehen als Spende an den Verein "Hilfswerk Schwester Petra" in Oelde, der unter anderem aidskranken Kindern und Jugendlichen in Indien hilft. 

Das Hilfswerk

Hildegard Micheel-Meier vom "Hilfswerk Schwester Petra" unterstreicht, dass die Spende aus den verkauften Broten zu 100 Prozent der Arbeit des Ordens "Dienerinnen der Armen", den Schwester Petra aus Oelde 1969 gegründet hatte, zu Gute komme. "Die Schwestern arbeiten zumeist in ländlichen Gebieten und leiten dort umfangreiche Sozial-, Entwicklungs- und Bildungsprogramme. Sie helfen so in eigenen Heimen Waisen, Menschen mit Beeinträchtigung, alten und TBC- und AIDS-kranken Menschen. Außerdem betreiben sie Ambulanzen, Werkstätten, Nähschulen, Schulen, darunter eine Schule für Gehörlose, und Kindergärten", so Micheel-Meier. 

Katholikentag dankbar für die Kooperation

Anne Hakenes, die Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins, findet die Idee, durch den Brotverkauf Hilfsprojekte in Indien zu unterstützen, sehr charmant. "Brot ist ein Grundnahrungsmittel, das uns satt macht. Aber wie heißt es in der Bibel: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Deshalb ist es gut, auf diese Weise Kindern- und Jugendlichen zu helfen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen", so Hakenes. Außerdem sei die Aktion gute Werbung für den Katholikentag, für die sie sich sehr bedanke. 

In einem Schreiben an die Bäcker freut sich auch Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und gelernter Bäcker, über das Engagement: "Das Brotbrechen ist ein altes Friedenszeichen. Mit der Friedenskruste werden Menschen hier und in Indien satt. Frieden braucht kleine Schritte, damit er Wirklichkeit werden kann. Die Friedenskruste ist so ein kleiner Schritt." 

Friedenskruste: Tradition und Zutaten

"Die 'Friedenskruste' hat ein Vorbild: Die Bistumskruste, die anlässlich des Bistumsjubiläums 2005 gebacken wurde", so Domkapitular Klaus Winterkamp, der Beauftragte des Bistums für den Katholikentag. Damals wurde im Rahmen der Bistumspartnerschaft mit Ghana ein Projekt unterstützt. "Die Verbindung zum Bistum ist auch dieses Mal gegeben, immerhin stammt die Ordensgründerin aus Oelde", so Winterkamp. 

"Die Friedenskruste ist ein kerniges Dinkel-Mehrkornbrot", beschreiben Krimphove und König das Brot. Es schmecke leicht malzig, etwas körnig. "Wir haben eine gesunde, ausgewogene Mischung der Körner gefunden, auch mit Reis- und Maiscrispies, die dem Brot seinen ganz eigenen Charakter verleihen." Die Friedenskruste wird in vielen Bäckereien im Bereich des Bistums Münster angeboten: Sie ist an einer türkisfarbenen Banderole zu erkennen. Außerdem weisen Plakate darauf hin.

Weitere Informationen zum Verein "Hilfswerk Schwester Petra" sowie zur Friedenskruste finden Sie hier.

Auf dem Foto: (v.l.) Martin Weiß von der Firma Hama Backservice, Domkapitular Klaus Winterkamp, Hildegard Micheel-Meier vom "Hilfswerk Schwester Petra", Schwester Suby vom Orden der "Dienerinnen der Armen" aus Oelde, Anne Hakenes, Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins und Georg Krimphove, Handwerksbäcker aus Münster (Foto: Katholikentag / Katzenberger)

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