Jede und jeder kann beim Katholikentag helfen!

Interview

Seit einer Woche können Ehrenamtliche sich als Helferinnen oder Helfer für den Katholikentag in Münster anmelden. Den Einsatz der Freiwilligen koordiniert Lutz Hüser.

Schon lange – genauer gesagt seit dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München – ist der 23-jährige selbst hinter den Kulissen von Kirchen- und Katholikentagen aktiv und bleibt großer Fan dieser Arbeit. Nun freut er sich, hauptamtlich daran teilzuhaben und die vielen Anmeldungen entgegenzunehmen. Nach einer Woche sind es schließlich schon rund 150 Einzelanmeldungen – und weitere 100, die sich als Gruppe vorgemerkt haben.

Warum sollte ich beim Katholikentag helfen?

Es gibt viele Gründe, als Helferin oder Helfer beim Katholikentag dabei zu sein. Zum einen ist es eine super Möglichkeit, die Veranstaltung mal von einer anderen Seite mitzuerleben. Es wird einem leicht gemacht, neue Menschen kennenzulernen. Besucherinnen und Besucher des Katholikentags kennen die Helferinnen und Helfer als wichtigen Bestandteil der Veranstaltung und scheuen nicht, sie einfach anzusprechen. Auch unter den Helfenden selbst bieten sich viele Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen.

Zum anderen machen Ehrenamtliche beim Katholikentag einen echt guten Deal: Sie sind zwar sechs bis acht Stunden am Tag in ihre Dienste eingeteilt. Aber dafür gibt es eine kostenlose Dauerkarte, Vollverpflegung, für eine Unterkunft im Gemeinschaftsquartier ist gesorgt und sogar die Fahrtkosten werden übernommen.

Außerdem bekommt jede und jeder das heiß begehrte Helferhalstuch – das Helfer-Symbol, das bei Ehrenamtlichen mitunter schon echten Kultstatus besitzt. Und es gibt eine Party extra für Helferinnen und Helfer sowie die Helferzentrale und das Helfercafé – echt coole Treffpunkte auf dem Katholikentag, um sich auszutauschen.

Muss man denn katholisch sein, um zu helfen?

Nein, jede und jeder ist willkommen, der dem Katholikentag gegenüber offen ist! Wir freuen uns über eine vielfältige und bunte Helferschaft. Gerade auch für Kirchenfremde ist der Einsatz hinter den Kulissen eine super Möglichkeit, den Katholikentag kennenzulernen und dabei zu sein. 

Kann denn wirklich jeder helfen? Also zum Beispiel auch Menschen mit einer Beeinträchtigung oder wenn man schon etwas älter ist?

Genau. Nach oben gibt es keine Altersgrenze und auch für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen haben wir Einsatzbereiche. Wir versuchen immer, alle Vorstellungen der Angemeldeten zu berücksichtigen – immer geht das natürlich nicht, aber wir geben unser Bestes, jede und jeden nach seinen Fähigkeiten und Interessen einzuteilen. 

Erst vor Kurzem habe ich mit einer Dame gesprochen – Jahrgang 1935. Sie wollte unbedingt auch in einem Gemeinschaftsquartier schlafen.

Das klingt doch echt gut! Welche Ideen hast Du noch für die Helferwerbung?

Aktuell versuchen wir, das Tandem, das auf den Plakaten der Helferkampagne zu sehen ist, auch in echt zu ergattern. Und dann konzentriere ich mich ganz stark auf die Verbände und Gruppen. Da sind wir gut angebunden und können ordentlich Werbung machen.

Neben der ganzen Helferwerbung – Was gehört denn noch alles zu Deinen Aufgaben? Was steht danach an?

Bald kommt das große Paket der Einsatzplanung: Wer wird wann und wo eingesetzt und wie. Ich bin schon jetzt im Kontakt mit den Objektleitenden, die für die Koordination der Helferinnen und Helfer an den Veranstaltungsorten verantwortlich sind. Da gibt es natürlich typische Aufgaben – der Helfereinsatz bei den Hauptgottesdiensten zum Beispiel. Aber es geht auch darum, Besonderheiten für Münster als Stadt und einfach auch für den Katholikentag in Münster aufzuspüren und mit einzuplanen.

Während der Veranstaltungstage sitze ich dann in der Helfereinsatzzentrale und stehe für alle großen und kleinen Fragen zur Verfügung.

Ich packe meinen Koffer als Helfer für den Katholikentag: Welche drei Dinge darf ich auf keinen Fall vergessen?

"Ohropax", für den guten Schlaf während des Katholikentags. Eine Regenjacke kann hier bei uns in Münster auch nie schaden. Und gute Schuhe! Münster ist eine Stadt, in der man Strecken auch einfach gut zu Fuß zurücklegen kann. Bekanntlich freuen wir uns ja auf einen "Katholikentag der kurzen Wege" und da sollte man auf gutem Schuhwerk unterwegs sein.

Vielen Dank, Lutz! Das Interview hat Dich gepackt und nun willst Du auch helfen – Dann schau hier vorbei!

Das Interview führte Lena Höckerschmidt, Mitarbeiterin Online.

Diese Seite teilen