Internationales Weltfriedenstreffen

Meldung

Das Thema Frieden steht in Münster schon in diesem Jahr im Mittelpunkt: Beim Internationalen Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant' Egidio vom 10. bis 12. September 2017 in Münster und Osnabrück.

Führende Repräsentanten von Kirchen und Religionen aus aller Welt sowie tausende Teilnehmer werden sich an diesen Tagen in den Domstädten treffen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode freut sich darüber, dass das große Treffen in diesem Jahr in Münster und Osnabrück stattfindet: "Beide Städte stehen für das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Hier wurde im gesamteuropäischen Friedenskongress in den Jahren 1641 bis 1648 der Westfälische Friede geschlossen." Die beiden Friedensstädte seien daher aufgrund ihrer Geschichte "Orte des Dialogs und der Verständigung".

Münsters Bischof Felix Genn sieht das Ziel des Treffens darin, Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Ländern zusammen zu führen. "Es geht bei dem Treffen um alle Facetten des Friedens, den innerkirchlichen Frieden, aber auch den Frieden in der Welt", so Genn. Er habe bereits an verschiedenen Treffen der Gemeinschaft teilgenommen und erlebt, wie Buddhisten, Hindus, Muslime, Juden und Christen verschiedener Konfessionen und Kirchen sich versammeln und "Friedensprojekte bauen".

Zur Gemeinschaft Sant' Egidio

Die im Mai 1968 in Rom entstandene katholische Bewegung Sant' Egidio ist nach ihrem Hauptsitz, dem ehemaligen Kloster Sant' Egidio im römischen Stadtteil Trastevere benannt. Papst Johannes Paul II. hatte 1986 erstmals Religionsführer aus aller Welt zu einem Treffen in Assisi zusammengerufen. Seither veranstaltet die Gemeinschaft jährlich internationale Folgetreffen an wechselnden Orten. 1986 wurde die ökumenisch stark engagierte Gemeinschaft von der katholischen Kirche als "Öffentlicher Verein von Gläubigen" anerkannt. Sie hat nach eigenen Angaben rund 60.000 Mitglieder in 70 Ländern, davon 5.000 in Deutschland. Ein besonderer Schwerpunkt des Engagements liegt in der internationalen Ächtung der Todesstrafe und in einem Anti-Aids-Programm in Afrika. Ihr Gründer, der italienische Historiker Andrea Riccardi, wurde für seinen Einsatz für Frieden 2009 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.

Am Internationalen Weltfriedenstreffen teilnehmen

Die Teilnahme am Weltfriedenstreffen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber erforderlich, um an der Eröffnungsfeier in der MCC Halle Münsterland in Münster, der Abschlusszeremonie auf dem Marktplatz in Osnabrück teilzunehmen und bevorzugten Einlass bei den Podien in Münster zu erhalten. Anmeldemöglichkeiten bestehen im Forum am Dom in Osnabrück und im Dom-Laden "Das Kleine Paradies" in Münster. Online ist eine Anmeldung möglich per E-Mail mit Namen, Adresse und Geburtsdatum an: friedenstreffen2017(at)santegidio.de. Weitere Informationen gibt es auf www.santegidio.org.

Der Katholikentag wird bei der Eröffnung am Sonntag, 10. September, in der Halle Münsterland mit einem Stand vertreten sein und über die Großveranstaltung im kommenden Jahr und das Leitwort "Suche Frieden" informieren. 

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