Hoffnungsvoll und widerspenstig für den Frieden

Die Werbelinie des 101. Katholikentags in Münster setzt auf kraftvolle Bilder und vielfältige Botschaften. Alle unterstreichen das Leitwort "Suche Frieden". Eine Werbelinie voller Überraschungen.

Eine Frau mit schwarzer Hautfarbe, die sich einem Polizeitrupp entgegen stellt. Ein Adler, der sich eine Drohne greift. Zwei Demonstranten, die in einer Schlammwüste stehen – in Trauer vereint, weil die Pipeline, gegen die sie sich wehrten, doch kommen soll. Es sind kraftvolle Bilder, die der 101. Katholikentag in Münster für seine Werbelinie ausgewählt hat. Alle unterstreichen das Leitwort "Suche Frieden". 
 
Das sei eine vielfältige Botschaft, die sich nicht auf einfache Symbole reduzieren lasse, sagt Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, anlässlich der Vorstellung. Deshalb seien auch die Motive, die künftig das Leitwort versinnbildlichen, sehr breit gefächert. Und es steckten noch mehr Überraschungen in der Werbelinie, die von der Agentur Kopfkunst aus Münster entwickelt wurde. "Die Kampagne selbst hat keine festen Bilder", so Thomas Sternberg. "Die Motive werden sich bis zum Mai 2018 immer wieder ändern." Diese Unterschiedlichkeit spiegle den Katholikentag selbst wider, der mit seinen rund 1000 Veranstaltungen ebenfalls die Themen dieser Welt aufgreift. Und genau wie die Plakatmotive wolle der Katholikentag widerspenstig sein, so Sternberg: "Es darf, nein es muss beim Katholikentag gestritten werden. Wir wollen keinen falschen Frieden – dafür ist die Lage in der Welt zu ernst."

Plakate zeigten: Kirche ist "nicht aus der Zeit gefallen"

Die Werbelinie sei ein "Hingucker", findet denn auch der Bischof des gastgebenden Bistums Münster, Felix Genn. Sie sei "stark, ästhetisch, sehr ansprechend und modern". Und sie zeige: Die Kirche sei nicht weltfremd und "aus der Zeit gefallen", sondern sie steht mitten in dieser Welt. Gerade auch Menschen, die mit Kirche und Katholikentag wenig zu tun haben, sollten von diesem Erscheinungsbild angesprochen werden.
Die Werbelinie stelle das Leitwort "Suche Frieden" in den Mittelpunkt, das auch im Zentrum des Katholikentags stehen wird. "Es gibt gerade heute kein Thema, das uns in Münster und die Menschen in aller Welt so umtreibt, wie die Suche nach Frieden", sagte Genn bei der Vorstellung.

Segel als ein Zeichen der Hoffnung

Diese Suche nach Frieden ist für Jens Kallfelz, den Geschäftsführer der Agentur Kopfkunst, vor allem "Hoffnung, ein Aufbrechen und Vorwärtsgehen". Suche Frieden habe mit Kraft und Mut zu tun: Deshalb wurde das weiße Segel als Bildmarke gewählt. Weiß stehe dabei als Symbol für den Frieden. Die großen Segelschiffe wiederum böten Stoff für Erzählungen, Legenden und Mythen. "Dies frühen Weltreisen folgten alle einem gewaltigen Leitmotiv: dem Suchen, der Hoffnung." Das Segel verbinde beides, so Kallfelz, dessen Agentur die Werbelinie für den Katholikentag entwickelte. 

Dabei steht das Leitwort in kräftigen Versalien. Dazu kommen Bilder, die fernab jeder Beliebigkeit anrühren, bewegen und aufwühlen, sagte Kallfelz. Die Themenbereiche reichten dabei von der Flüchtlingsdebatte über Religion, Politik bis hin zu Umwelt, Familie und Gesundheit – das ganze hochkomplexe Leben. "Die Bilder fordern auf, mutig zu sein und vielleicht den einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen."

So ungewöhnlich die Bilder, so ungewöhnlich war auch der Ort der Präsentation: Sie fand in der Ausstellungshalle des Vereins "Hawerkamp 31" in Münster statt, die sich in einem ehemaligen Fabrikgelände befindet – bis 1988 war hier eine Baufirma mit Betonwerk untergebracht. Seit damals sind die Backsteingebäude mit Industrie-Charme Kulturstandort mit Platz für Konzerte, Clubs, viel Graffiti und Werkstätten. Man erwarte hier nicht unbedingt eine kirchliche Veranstaltung, sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg bei der Vorstellung. Manchen habe das überrascht, dass der Katholikentag hierher komme. Und Thomas Sternberg hofft, dass der Katholikentag in Münster noch viele positive Überraschungen bereithält.

Bitte beachten Sie, dass die Bilder kostenfrei nur im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung über den Katholikentag 2018 genutzt werden dürfen. Die Bilder dürfen nicht bearbeitet, verändert oder in einem anderen Kontext genutzt werden. Die angegebenen Bildurheber sind bei jeder Veröffentlichung entsprechend zu nennen.

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