Der ÖKT kommt 2021 nach Frankfurt

Ökumene

Jetzt ist es offiziell: Der 3. Ökumenische Kirchentag wird 2021 in Frankfurt am Main stattfinden. Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben beschlossen, die Einladung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Bistums Limburg nach Frankfurt anzunehmen.

„Schon lange warten die Christinnen und Christen in Deutschland auf einen 3. Ökumenischen Kirchentag.“ Diesen Satz hatten der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung und der Bischof der Diözese Limburg, Georg Bätzing, in ihr gemeinsames Einladungsschreiben an DEKT und ZdK geschrieben. Das Warten ist noch nicht zu Ende, aber es hat jetzt ein Ziel: Der 3. Ökumenische Kirchentag wird vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main stattfinden. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag haben die Einladung aus Hessen angenommen.

Die künftigen Gastgeber freut das natürlich: „Nach den großen und bewegenden Ökumenischen Kirchentagen in den Jahren 2003 und 2010 sehnen sich viele Menschen in unserem Land danach, erneut ein solches gemeinsames Zeichen zu setzen, mit dem wir über Konfessionsgrenzen hinweg unseren gemeinsamen Glauben an den auferstandenen Christus vor aller Welt bezeugen und ein Bekenntnis zu unserer gemeinsamen Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in unserem Land und darüber hinaus ablegen.“

Nach Berlin und München biete Frankfurt beste Voraussetzungen für einen 3. Ökumenischen Kirchentag, heißt es weiter. „Frankfurt liegt in der Mitte Deutschlands und ist von jeher eine weltoffene und den Menschen zugewandte Stadt. Hier begegnen sich Christinnen und Christen schon seit vielen Jahrzehnten mit großer gegenseitiger Wertschätzung und engagieren sich in ökumenischer Geschwisterlichkeit für das Gemeinwesen.“

Ingeborg Schillai, Präsidentin der Diözesanversammlung im Bistum Limburg, verlas vor der ZdK-Vollversammlung in Bonn-Bad Godesberg die Einladung, die mit großem Applaus  angenommen wurde. Nachdem das Präsidium des DEKT bereits den entsprechenden Beschluss gefällt hatte, wurde das Thema nun bei der Vollversammlung des ZdK aufgenommen.

Die eigens zur Vollversammlung angereiste Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Christina Aus der Au, berichtete von dem zustimmenden Beschluss des  Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages: „Das Präsidium des Kirchentages freut sich sehr, dass die beiden Laienbewegungen dieses ökumenisch wichtige Zeichen zum dritten Mal setzen können. Beide ökumenische Kirchentage 2003 und 2010 haben eindrucksvoll deutlich gemacht, dass gemeinsames Bezeugen von Spiritualität und Weltverantwortung große Ausstrahlungskraft hat. In Zeiten, da gesellschaftlicher Zusammenhalt erodiert, wollen wir als Christinnen und Christen Zeichen der Solidarität und  Menschenwürde setzen.“

„Wir vom Zentralkomitee freuen uns, dass das lange Warten nun ein Ende gefunden hat. Unsere Geduld und viele Gespräche haben  sich gelohnt. Wir danken der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Bistum Limburg, dass sie uns nach Frankfurt einladen. Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums ist es ein ermutigendes Signal guter und zukunftsweisender ökumenischer Zusammenarbeit, das zeigt, wie wir den gemeinsamen Weg unserer Kirchen, auch zum Wohl unserer Gesellschaft, fortsetzen wollen und werden“, unterstrich der Präsident des ZdK, Thomas Sternberg.

Wer übrigens nicht bis 2021 warten will: Vor dem ÖKT kommen unter anderem noch der Evangelische Kirchentag und das Ökumenische Fest in Bochum nächstes Jahr und dann natürlich 2018 der Katholikentag in Münster – die Ökumene spielt auch hier eine große Rolle.

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