Deutschland ist kein Experimentierfeld

100 Tage, 100 Menschen

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat mit pointierten Äußerungen zu politischen und kirchlichen Fragen immer wieder für Debatten gesorgt. Auch im Interview mit 100tage100menschen.de nimmt der CDU-Politiker kein Blatt vor den Mund.

Bundestagspräsident Norbert Lammert ist ein streitbarer Geist. Mit pointierten Äußerungen zu politischen und kirchlichen Fragen hat er immer wieder für Debatten gesorgt. im Interview mit 100tage100menschen.de betont er etwa mit Blick auf Pegida-Demonstrationen in Sachsen: „Ich finde es einigermaßen erstaunlich, dass ausgerechnet in den Regionen Deutschlands, in denen der Anteil kirchlich gebundener Menschen besonders niedrig ist, die größte Furcht vor einer angeblich drohenden Islamisierung des ‚christlichen Abendlandes‘ zum Ausdruck gebracht wird.“

Auch was innerkirchliche Debatten angeht, ist der praktizierende Katholik um klare Worte nicht verlegen: „Wird der Papst die örtlichen Bischofskonferenzen darin bestärken, von ihren Kompetenzen mutiger Gebrauch zu machen? An Möglichkeiten hierzu mangelt es nach meinem kirchenrechtlichen Verständnis nicht, wohl aber am nötigen Mut.“ Nach seinem eigenen Glauben gefragt, bekennt sich Lammert sehr offen zu seiner christlichen Prägung: „Mein Glaube ist ein selbstverständlicher Teil meiner Persönlichkeit und ich weiß nicht, ob ich ohne diesen Glauben und die damit verbundenen Orientierungsmaßstäbe überhaupt die politische Laufbahn eingeschlagen hätte.“

Das ganze Interview mit Bundestagspräsident Lammert finden Sie unter 100tage100menschen.de.

 

Foto: Achim Melde

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