Titelbild Lebenswelten

Lebenswelten

Viele Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Lebensentwürfen, mit unterschiedlichen Fragen und Bedürfnissen sind zum Katholikentag eingeladen. Die Veranstaltungen im Bereich "Lebenswelten" setzen sich mit dieser Realität auseinander und heißen alle willkommen. Hier ist Raum für gruppenspezifische, aber auch übergreifende Themen.

Ein besonderes Projekt in diesem Bereich ist das KLB/KLJB-Dorf "Dorf findet StadTt". Ein Dorf wird in die Stadt geholt und erlebbar gemacht! Die Landjugend- und die Landvolkbewegung des Bistums Münster laden ein, positive und negative Seiten des Dorflebens zu betrachten, miteinander zu diskutieren, zu feiern und zu beten. Auf der Wiese vor der LBS Münster (Anette-Allee) bietet sich an allen Tagen ein großeres Erlebnisprojekt für Jung und Alt!

Ein Tipp: Suchen Sie nach Ihren Veranstaltungsfavoriten in der Programmdatenbank. Geben Sie dazu zum Beispiel das Stichwort "Junge Menschen" oder "Alter" ein. Dann werden Ihnen die passenden Veranstaltungen zu den Suchbegriffen angezeigt.

Bunte Lebenswelten

Das Leben ist bunt und vielfältig. Es kann von Glück und Gesundheit begleitet sein, aber auch von traurigen Episoden und dramatischen Ereignissen. Lebenswege können geradlinig oder verschlungen verlaufen und sind meist ganz anders als geplant. Träume können wahr, aber auch von der Realität eingeholt werden. Manchmal bestimmten die Umstände die Richtung, manchmal spielt der Zufall eine Rolle. Immer ist man aufgefordert, selbstverantwortlich sein Leben zu gestalten. 

Das Leben in seinen unterschiedlichen Facetten spiegelt sich in den "Bunten Lebenswelten" wieder. Hier werden in Werkstätten, in Theater und Gesang, Exkursionen und Kreativangeboten Menschen jeden Alters eingeladen, sich zu begegnen. Sie bringen ihre Lebenswelt mit und treffen auf andere Lebensentwürfe. Neue Lebenswelten wollen entdeckt, Aspekte des eigenen Lebens beleuchtet und Ideen für die Zukunft gesammelt werden.

Kinder

Mit dem Friedensuchen kann man nicht früh genug beginnen. Denn auch schon die kleinen Katholikentagsgäste kennen die Erfahrung, dass nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist. Im Gegenteil: Gerade beim Eierkuchen kann ganz schnell die Freundschaft und der (Familien-)frieden auf dem Spiel stehen!

In der "Lebenswelt Kinder" gibt es bereits für Kinder ab drei Jahren die Möglichkeit, Geschichten über den Frieden zu erleben. Aber auch für die größeren Kleinen gibt es ein reichhaltiges Angebot. Zur kritischen Auseinandersetzung mit Frieden und Unfrieden, zum Suchen und Entdecken der eigenen Möglichkeiten, mit Streit umzugehen und Friedliches zu finden und um Gemeinschaft mit anderen Kindern, Familien und Gott zu erleben. Alles aktiv, kreativ und mit viel Spaß verbunden. 

Junge Menschen

SUCHE Frieden!?

…und was suche ich? Suche ich das perfekte Leben oder wie ich den Alltag überstehen kann? Suche ich etwas, bei dem ich meine Kreativität ausleben kann oder suche ich die nächste Ecke zum Chillen? Suche ich die nächste Pommesbude oder eine ernsthafte Diskussion?

…und was suchst DU?

Es gibt tausendundeine Möglichkeit, was Du auf dem Katholikentag in Münster finden kannst. Die Möglichkeiten, die Du hier findest, sind extra für Dich gemacht – für Junge Menschen auf dem Katholikentag!

An den unterschiedlichen Orten der "Lebenswelt Junge Menschen" ist für alle etwas dabei, die zur Schule gehen, eine Ausbildung machen oder studieren und für alle, die erwachsen werden oder junge Erwachsene sind. Mal leise und mal laut, mal schnell und mal langsam, mal zum Mitmachen und mal zum Genießen.

Komm allein oder mit vielen, komm einmal oder immer wieder – you‘re welcome[!]

Frauen und Männer

Frauen und Männer sind sich manchmal ganz nah – und doch in mancher Beziehung und manchem gesellschaftlichen Kontext so ganz fern voneinander. Sie suchen sich selbst in ihrer geschlechtsspezifischen Rolle, ihren Platz in der Welt und den Frieden in ihrem Miteinander – und stoßen doch immer wieder auf Fragen und Themen, die für Unfriede zwischen den Geschlechtern sorgen.

Wir laden Männer und Frauen zu einem Dialog ein. Wir möchten alte und neue Rollenbilder beleuchten, Raum und Zeit für das Gespräch über Männer und Frauen in Kirche und Gesellschaft geben und Impulse für das eigene und das andere Geschlecht geben und erhalten. Nachdenkliche und leise Töne mischen sich dabei mit kulturellen und kulinarischen Angeboten. Besonders einladen möchten wir zum Ökumenischen Frauengottesdienst am Samstag Abend im Dom, wo auch die Spiritualität in der Betrachtung der eigenen Rolle ihren Platz hat.

Wer Fragen stellen will und (eigene) Antworten sucht, kann in der "Lebenswelt Frauen und Männer" benennen, was stört, lernen, was hilft, beschreiben, was passieren soll, sich austauschen, streiten, reden, lachen und neuen Bildern von Männern, Frauen und anderen Raum geben. Denn das gehört zur Suche nach Frieden dazu: Die eigene Haltung betrachten und (immer wieder) erneuern. 

Partnerschaft

Partnerschaft – ein durch und durch friedlicher Begriff! Partnerschaftlich mit einander umgehen, heißt, der und dem anderen auf Augenhöhe begegnen, sie und ihn ernstnehmen, mit ihr und ihm ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Für viele Menschen ist genau dies mit der Erfahrung von Glück und Erfüllung verbunden. Doch wie sieht es mit der Erfüllung dieser Sehnsucht in unserer Realität aus? Ist es wirklich so einfach? Partnerschaft will gepflegt sein, geübt, geteilt. Manchmal wird sie erlitten, erlebt sie Brüche und Enttäuschungen – und ist dann gar nicht mehr friedlich. Und es entsteht der Eindruck: Partnerschaft ist unendlich schwer!

Partnerschaft ist kein Zustand, den man, einmal gefunden, für immer besitzt. Und so geht es den Veranstaltungen in der "Lebenswelt Partnerschaft" wie denen des ganzen Katholikentags: Auf das Suchen kommt es an. Dann kann man finden: Veranstaltungen, die den vielen Facetten des Miteinanders Rechnung tragen, Inspiration bieten, Gemeinsamkeit und Perspektiven zum Frieden eröffnen. Vor allem in Werkstätten und Gesprächen sowie in gemeinsamen Wegen.

Familie

Familie "ist eine herausfordernde Collage aus vielen unterschiedlichen Wirklichkeiten voller Freuden, Dramen und Träume", schreibt Papst Franziskus (vgl. AL 57). Um diese Vielfalt soll es auch in der "Lebenswelt Familien" gehen.

Ob die Eltern ihres Kindes miteinander verheiratet sind oder nicht, ob sie in einer Patchwork-Familie leben oder getrennt erziehende Eltern sind, ob sie sich als Erwachsene Sorgen um ihre alt werdenden eigenen Eltern machen – die Fragen sind doch die gleichen: Wie können wir so zusammenleben und miteinander umgehen, dass wir gemeinsam wachsen? Wie können wir Gott in unseren vollgepackten Alltag einbeziehen – zum größeren Frieden aller? 

Die Möglichkeiten in der "Lebenswelt Familien" auf die ganz persönliche Spurensuche nach Antworten auf diese Fragen zu gehen, sind so vielfältig wie das Leben in Familie: mal laut und bunt, mal bewegt und artistisch und auch mal still und besinnlich. Für jede und jeden ist etwas dabei.

Besonders eingeladen sind Familien zur Eucharistiefeier an Christi Himmelfahrt für Familien mit Kindern auf dem Domplatz, die parallel zum Hochfestgottesdienst auf dem Schlossplatz stattfindet.

Ein interessantes Projekt in der Lebenswelt Familien ist das Zirkuszelt der Salesianer Don Bosco. Hier können Katholikentagsgäste miteinander diskutieren, beten, spielen, sich ausprobieren oder zwischendurch auch einfach einmal ausruhen.

Generationen

Was können Generationen einander vom Frieden erzählen?

Jede Generation erlebt Zeiten des Friedens und des Unfriedens. Mancher hat im Krieg solche Zeiten erlebt, für andere bedeuten gesellschaftliche und politische Umbrüche und Unsicherheiten bereits eine Phase der Unruhe und des Unfriedens. Manche suchen ihren persönlichen Frieden im Alter. Andere suchen Frieden mit den Generationen in ihrer Familie. Für ältere Menschen stellt sich die Frage nach einem friedlichen Ausklang des Lebens in Würde und Menschlichkeit. 

Für sich selbst und für andere zu sorgen, sorgfältig mit den Bedürfnissen und Wünschen der anderen Generation umzugehen und einander zu erzählen vom Frieden, der Krieg und Hass in Gesellschaft und Politik entgegensteht, soll das Anliegen der "Lebenswelten Generationen" sein. Menschen allen Alters sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, schwierige und schmerzvolle Themen anzugehen, den Reiz des Älterwerdens zu entdecken und sich über Erfahrungen und Einsichten auszutauschen.

Und dabei lässt sich Frieden finden: Im Dialog kann es gelingen, die andere Generation besser zu verstehen. In der persönlichen Rückschau auf das Leben kann Frieden geschlossen werden mit widrigen Lebensthemen. Durch Austausch und Informationen können Ängste abgebaut und ein friedlicherer Blick auf die Zukunft eröffnet werden. Und das Erleben einer starken Gemeinschaft kann Frieden im Herzen schenken: Wir sind nicht allein. Hier wird Friede zum Brückenbauer: zu sich selbst und zwischen Menschen jeden Alters.

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