Klettern, feiern, beten

Klettern, feiern, beten

Benno Kretschmer-Stöhr ist Jugendreferent im Bistum Dresden-Meißen und Leiter des Arbeitskreises Jugend beim Katholikentag. Er erzählt, was junge Menschen im Themenbereich Jugend erwartet.

Auf dem Katholikentag wird es einen eigenen Themenbereich „Jugend“ geben. An wen richtet sich dieser und was können Besucher dort erwarten?

Dort wird man Angebote speziell für junge Menschen ab 14 Jahren vorfinden: neben einer Jugendbühne und Chillecken wird es ein Außengelände mit Kletterparcours sowie Sport- und Spielangebote geben. Jugendliche können dort kreativ tätig sein, diskutieren, beten, über Gott nachdenken oder sich selbst etwas Gutes tun und einfach entspannen. In der Jugendkirche werden verschieden Formate von Gottesdienste gefeiert werden, wie zum Beispiel Schlafsackgottesdienste. Darüber hinaus wird es Insider-Stadtrundgänge und Stadtrallyes von und für Jugendliche geben – also ganz viele Gelegenheiten, besondere Orte in Leipzig zu entdecken und andere junge Leute zu treffen.

Welche Rolle spielen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Katholikentag überhaupt?

Junge Menschen heute wollen ihre Kirche und die Zukunft der Gesellschaft mitgestalten. Das soll natürlich auch auf dem Katholikentag deutlich werden. Uns ist es wichtig zu zeigen, dass die Jugend keinesfalls nur konsumorientiert oder gelangweilt ist, sondern dass sie mitdenkt und mitfühlt und einen starken Ehrgeiz hat, etwas zu verändern. Jugendliche haben viele Fragen und suchen Antworten. Für sie zählt weniger der Blick zurück, als der Blick auf das Heute. Somit ist der Katholikentag auch eine Chance, zu sehen, was junge Menschen heute bewegt.

Was kann ich Freunden erzählen, die überhaupt keinen Bezug zu Kirche und kirchlichen Themen haben? Ist für sie auf dem Katholikentag auch etwas dabei?


Ja, klar, eine ganze Menge sogar. Auf dem Katholikentag, und ganz besonders im Jugendbereich, werden ja Themen diskutiert, die Jugendliche generell interessieren: Wie geht es weiter nach dem Schulabschluss? Wie gehe ich mit Menschen mit Behinderung um? Themen wie Drogen, Sexualität, Ökologie, Flüchtlinge werden eine wichtige Rolle spielen – und hier werden die Jugendlichen selbst entscheiden, inwieweit sie eine christliche Sicht mit einbringen. Es geht darum, ins Gespräch zu kommen und zu gucken, worauf setze ich mein Leben – aber ohne dass ich Gott auf der Stirn geschrieben vor mich hertragen muss. Und natürlich wird es ein tolles Kulturangebot geben mit Konzerten und vielem mehr.

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