Die Programm-Macher

Die Programm-Macher

Lichternächte, Kinderkino, Bibelwerkstätten, Kreativworkshops und vieles mehr – mit über 1.000 Veranstaltungen wirbt der Katholikentag. Fünf Tage lang volles Programm. Doch wie entsteht so eine Menge an Veranstaltungen eigentlich? Wer ist daran beteiligt? Und wie werden die Entscheidungen getroffen?

Am Anfang steht das Leitwort

Im Oktober 2014 fiel der Startschuss. Mit dem Beschluss der Katholikentagsleitung stand fest: „Seht, da ist der Mensch“ soll die Botschaft lauten, die von Leipzig ausgeht. Unter diesem Motto galt es nun, ein ansprechendes Programm auszuarbeiten: Vielfältig und inspirierend sollte es sein, eine große Bandbreite an gesellschaftspolitischen Themen abdecken, generationenübergreifend einladen. Ein erster Schritt erfolgte mit dem Feststecken der Themenbereiche. Einige davon sind gesetzt. So haben Themen wie Jugend, Ökumene oder Frauen und Männer auf Katholikentagen eine lange Tradition. Ein Novum in Leipzig dagegen: der Themenbereich „Dialog mit den Nichtglaubenden“, denn in der Gastgeberstadt will man vor allem auch mit Menschen ins Gespräch kommen, die bisher wenig Berührungspunkte mit Kirche hatten, aber neugierig auf christlichen Glauben und kirchliche Arbeit sind.

Ehrenamt und Know-how

Für jeden Themenbereich wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, in dem Ehrenamtliche aus ganz Deutschland mitwirken. Viele von ihnen sind hauptamtlich in der Kirche tätig – in der Pastoral, Verbänden, Hilfswerken oder Diözesanräten. Aber auch Vertreter des Bistums Dresden-Meißen und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) wirken in den Arbeitskreisen mit.
Seit Anfang des Jahres treffen sich die 15 Arbeitskreise in regelmäßigen Abständen. Ihnen obliegt die Konzeption, Ausarbeitung, Umsetzung und schließlich Durchführung jeweils eines Teilprogramms des Katholikentags. Dabei gilt es, alles im Blick zu behalten: Kosten, Teilnehmerzahlen, in Frage kommende Räumlichkeiten oder Plätze, aber auch mögliche Formate: besser eine Werkstatt oder ein Gesprächskreis? Ein Podium oder Vortrag? Mitmachangebot oder Lesung? Welche Redner, Künstler, Moderatoren kommen in Frage? Dutzende Vorschläge wurden so erarbeitet. Weitere steuerten Verbände und Institutionen der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) bei.

 Alles unter einen Hut bekommen

Um die Fülle der Programmvorschläge zu koordinieren und in das Gesamtprogramm einfließen zu lassen, wurde eine Programmkommission ins Leben gerufen. In ihr versammeln sich mehrmals im Jahr die Vorsitzenden aller Arbeitskreise, aber auch ein Repräsentant der Evangelischen Landeskirche, Vertreter des Bistums Dresden-Meißen, der Katholikentagsgeschäftsstelle und dem ZdK-Generalsekretariat. Das Gremium legt der Katholikentagsleitung schließlich die Gesamtplanung des Programms zur Beschlussfassung vor.

Ideen nehmen Gestalt an

Sobald das Programm steht, startet die Umsetzung. Acht Mitarbeiter des Bereichs Programm in der Leipziger Geschäftsstelle organisieren in Absprache mit den Arbeitskreisen die verschiedenen Veranstaltungsformate. Dabei heißt es, Mitwirkende einzuladen und zu betreuen, für jede Veranstaltung die entsprechenden Materialien zusammenzustellen, aber auch für alle geplanten Vorträge, Podienveranstaltungen, Workshops, Konzerte und Mitmachangebote, Gottesdienste und nicht zuletzt die Kirchenmeile die richtigen Orte zu finden. Sind alle Redner und Künstler verpflichtet, Räume und Plätze zugewiesen sowie Uhrzeiten festgelegt, wird das Programmheft erstellt. Im Frühjahr 2016 wird es als Heft und App vorliegen. Lassen Sie sich überraschen!

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