Wie entsteht das Programm eines Katholikentags?

Programm

"Der Name ist Programm" heißt es immer – aber stimmt das eigentlich? Und wenn ja, wie wird der Name Programm? Wie entsteht aus dem Leitwort eines Katholikentags ein Programm, dass alle zwei Jahre fünf Tage lang zehntausende Menschen in den Bann zieht und nicht nur Teilnehmende, sondern auch Mitwirkende, Ehren- und Hauptamtliche begeistert?

Gut zwei Jahre dauert es – ausgehend von dem Beschluss über das Leitwort – bis das Programm eines Katholikentags feststeht und dann tatsächlich stattfindet. Zumeist erscheint das Programmheft rund zwei Monate vor der Großveranstaltung und bis dahin passiert so Einiges:

Wenn entschieden ist, in welchem Bistum und in welcher Stadt der nächste Katholikentag stattfinden wird, gründet sich zunächst der dazugehörige Trägerverein. Dieser sorgt vor Ort wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch dafür, dass der Katholikentag geplant und veranstaltet werden kann. Die Vereinsgründung findet in der Regel schon statt, während die Geschäftsstelle des Katholikentags gerade noch mit der Planung eines vorherigen Katholikentags beschäftigt ist. Der Verein 101. Deutscher Katholikentag Münster 2018 e.V. wurde also gegründet, noch bevor der 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig überhaupt stattgefunden hatte.

Ist der Katholikentag dann vorbei, findet recht zeitnah eine konstituierende Sitzung der Katholikentagsleitung statt. Diese ist mit Vertretern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Vertretern des gastgebenden Bistums und des Rechtsträgers besetzt und trifft als oberstes beschlussfassendes Gremium des Katholikentags die letzten Entscheidungen in inhaltlichen und programmatischen Fragen.

Damit rund 1000 Veranstaltungen an den fünf Veranstaltungstagen stattfinden können, sind katholische Institutionen, Organisationen, Initiativen und Gruppen, die sich in das Programm der Großveranstaltung einbringen wollen, bis zu einer gewissen Frist dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Gesucht werden Ideen für Workshops, Gesprächsgruppen, Spiele, liturgische Feiern, Podien, Ausstellungen und auch für Gottesdienste. Außerdem können sich Musikgruppen, Bands und Chöre bewerben, um Teil des vielfältigen Kulturprogramms zu werden. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Einreichungen zum Leitwort des Katholikentags passen und dazu beitragen, dieses in seinen verschiedenen Dimensionen zu präsentieren.

Die Umsetzbarkeit der Vorschläge und deren Integrierbarkeit in das Gesamtprogramm entscheidet über eine Zu- oder Absage. Die Aufgabe, die Anregungen aufzunehmen und zu prüfen, kommt den einzelnen von der Katholikentagsleitung berufenen Arbeitskreisen zu, deren Vorsitzende sich gemeinsam mit einem Repräsentanten der Evangelischen Kirche, Vertretern aus dem gastgebenden Bistum, der Katholikentagsgeschäftsstelle und dem ZdK-Generalsekretariat zur Programmkommission formieren. Den endgültigen Beschluss über das Gesamtprogramm eines Katholikentags fasst die Katholikentagsleitung.

Danach werden die vielen Mitwirkenden, die für die Veranstaltungen vorgeschlagen wurden, offiziell vom ZdK eingeladen. Erst deren Zusage entscheidet, ob die Programmpunkte so wie geplant stattfinden können. Das heißt auch, dass erst daraufhin das Programmheft gestaltet und fertiggestellt werden kann.

Schon bevor das Gesamtprogramm beschlossen ist, sucht die Katholikentagsgeschäftsstelle Räumlichkeiten für die zahlreichen Veranstaltungen und kümmert sich unter anderem auch um die technischen Voraussetzungen. 

So kommen viele Faktoren zusammen auf dem Weg bis zum fertigen Programm. Und tatsächlich heißt es beim Katholikentag "Der Name ist Programm": Unter dem Leitwort "Suche Frieden" sind alle herzlich eingeladen, vom 9. bis zum 13. Mai 2018 zum 101. Deutschen Katholikentag nach Münster zu kommen. Anmelden kann man sich dafür ganz einfach über Mein Katholikentag – bis zum 15. März 2018 sogar noch zum Frühbucherrabatt.

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