Programmübersicht

Zentrale Veranstaltungen  

Die Eckpfeiler des Katholikentagsprogramms bilden die Zentralen Veranstaltungen.

Am Mittwochabend wird der Katholikentag feierlich eröffnet. Die Eröffnung sowie das Vor- und Nachprogramm finden auf dem Domplatz statt. Im Anschluss sind alle zum Abend der Begegnung eingeladen. Auf unterschiedlichen Plätzen in der Innenstadt stellt sich das gastgebende Bistum Münster mit Kunst, Kultur und kulinarischen Spezialitäten vor.

Am Donnerstag und Freitag findet jeweils ein Großgottesdienst statt: Am Hochfest Christi Himmelfahrt eine Eucharistiefeier auf dem Schlossplatz, am Freitag der Zentrale Ökumenische Gottesdienst im Dom.

Zu einem großen Straßenfest wird am Samstagabend eingeladen. Nach vier Tagen voller Programm gibt es beim Fest am Samstag überall in der Innenstadt Programm und Unterhaltung.

Am Sonntag endet der 101. Katholikentag Münster mit dem großen Hauptgottesdienst auf dem Schlossplatz.

Gottesdienste  

"Sie [die Liturgie] hat sich mit unendlicher Sorgfalt, mit all dem Ernst des Kindes und der strengen Gewissenhaftigkeit des großen Künstlers gemüht, in tausend Formen dem heiligen, gottgeborenen Leben der Seele Ausdruck zu schaffen, zu keinem andern Zweck, als daß sie darin sein und leben könne. Mit ernsten Gesetzen hat sie das heilige Spiel geregelt, das die Seele vor Gott treibt." (Romano Guardini)

Der Gottesdienst, das Eintauchen in das heilige Spiel vor Gott, stellt das Friedens-Zeugnis von Christinnen und Christen in der ganzen Welt in den Mittelpunkt. Tagzeitenliturgien gliedern die gemeinsame Zeit auf diesem Katholikentag, laden ein, verschiedene Spiritualitäten und Gebetsformen praktisch kennen­zulernen, auch in ökumenischer Verbundenheit.
Das gesellschaftliche Engagement unserer ­Organisationen, Bewegungen und Gemeinschaften ist verankert im "­spielerischen" Miteinander vor Gott. Wir scheuen uns nicht, die existenzielle Suche nach Frieden - mit mir selbst, mit ­anderen Menschen und Geschöpfen und mit ihm selbst - ­unserem Gott zuzumuten.

Biblische Impulse  

Woher kommen die anregendsten Impulse für einen gelungenen Tag und für ein erfülltes Leben, wenn nicht aus der Bibel?
Am Freitag und am Samstag gibt es von 09.30 bis 10.30 Uhr eine Fülle verschiedener Angebote. Überall in Münster steht derselbe Bibeltext im Mittelpunkt, am Freitag ein Abschnitt aus dem Buch des Propheten Jesaja, am Samstag ein Text aus dem Ersten Petrusbrief, in dem das Leitwort des Katholikentags "Suche Frieden" (Ps 34,15) wieder aufgegriffen wird.

Sind Sie an einer biblischen Auslegung interessiert? Wollen Sie wissen, was Politikerinnen und Politiker mit der Bibel anfangen können? Möchten Sie mit bekannten Kirchenleuten die Bibel lesen? Suchen Sie die Perspektiven von Künstlerinnen und Künstlern? Haben Sie vor, mit Jugendlichen oder mit Kindern die Bibel aufzuschlagen? Suchen Sie die Bibel in "Leichter Sprache"? Oder haben Sie besonderes Interesse am interreligiösen Dialog mit der Bibel?

Der Katholikentag hat etwas für Sie alle. Suchen Sie sich den Biblischen Impuls aus, der Sie am meisten in Bewegung versetzt.

Themenbereich 1 | Gesellschaft und Politik  

"Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer." So ersehnte es der Prophet Jesaja (32,17) - Gerechtigkeit und Friede, die einander bedingen und die beide nicht nur dem Einzelnen, sondern auch der Gesellschaft und dem Staat, aufgetragen sind. Deshalb bedeutet Suche Frieden! immer zugleich Schaffe Gerechtigkeit!


Friede und Gerechtigkeit sind nicht nur Auftrag an Politik und Gesellschaft, sie sind auch Themen dieses Katholikentags. Dabei werden die Aspekte im Kleinen wie im Großen in den unterschiedlichen Veranstaltungsformen ausgefaltet und an den großen gesellschaftlichen Themen, wie Migration, ­innere und äußere Sicherheit, Europa, globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Bewahrung der Schöpfung deutlich gemacht. ­Neben diesem Makrokosmos wird das Thema Friede auch im Mikrokosmos, in den zwischenmenschlichen Beziehungen beleuchtet. Denn der Friede - und damit auch die Gerechtigkeit - beginnen im Kleinen.

Themenbereich 2 | Kirche, Theologie, Religionen  

Im Themenbereich 2 "Kirche, Theologie, Religionen" dreht sich das Veranstaltungsangebot um aktuelle kirchliche, theologische und ökumenische Fragestellungen. Hier ist auch der Ort für den Dialog der Religionen, für die christlich-jüdische und die christlich-islamische Begegnung. Die Podien greifen zentrale Themen aus diesen Bereichen auf und stellen Aspekte der Friedenssuche aus unterschiedlichen Perspektiven dar.

Die Durchgehende Angebote - Kinderbetreuungsangebote, Ruhe­zonen, Cafés und Begegnungsorte sowie Ausstellungen - sind zusätzlich aufgeführt. Bitte beachten Sie hierbei die verschiedenen Veranstaltungsorte, die jeweils am Ende eines Programmeintrags vermerkt sind.

Themenbereich 2 | Kirche und Theologie  

Die Podien, Werkstätten und Führungen im Bereich "Kirche und Theologie" entstammen dem kirchlich-pastoralen oder theo­logischen Themenspektrum. Auch Veranstaltungen mit einer biblischen oder spirituellen Thematik finden sich hier. Es geht um die Suche nach Frieden, die auch für die Kirche, hier in Deutschland und weltweit, stets eine neue Herausforderung ist. Sie muss sich reformieren, wenn sie in ihrer Zeit überzeugend wirken möchte.

Deshalb setzt die Debatte um eine veränderte Pastoral einen wichtigen Kontrapunkt in diesem Programmbereich. Und es geht um persönliche Dimensionen der Friedenssuche. Nur durch Veränderung kann der Balanceakt des Friedens gelingen. Als Akteure mit gesellschaftsveränderndem Potential kommen Christinnen und Christen mit unterschiedlichen aktuellen Themen in Berührung.

Themenbereich 2 | Ökumene  

Suche Frieden - dieses Leitwort hätte für einen Katholikentag in der Stadt des Westfälischen Friedens nicht besser gewählt werden können. Es erinnert schmerzlich an die gewaltsamen konfessionellen Auseinandersetzungen des 30-jährigen Krieges und zugleich an das Bemühen um Überwindung des Streites der Konfessionen.

Der Programmbereich Ökumene will den Auftrag der Christinnen und Christen zur Suche nach der "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" wachhalten. Dabei soll auch der Täufergeschichte Münsters gedacht werden - zur "Heilung der Erinnerungen" zwischen den "großen" Kirchen und täuferischen Freikirchen. Alle christlichen Kirchen haben eine gemeinsame Friedensverantwortung. Deshalb werden auch im Zentralen Ökumenischen Gottesdienst am Freitagabend Buße, Dank und die Bitte um Versöhnung vor Gott gebracht werden. Gemeinsam sind wir gesandt, Frieden und Gerechtigkeit zu schaffen.

Themenbereich 2 | Dialog der Religionen  

Sie sind eingeladen, sich über unterschiedliche Kulturen und Religionen zu informieren, Fragen zu klären und im interreligiösen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Glaubens­gemeinschaften einander besser kennenzulernen.

In den Veranstaltungen, auf Podien, in Werkstätten, bei Ausstellungen und Führungen werden die gemeinsame Verantwortung im Zusammenleben und die damit ver­bundenen Herausforderungen ebenso thematisiert wie die Fragen nach Theologie, Ethik und Alltagsleben.

Die dem Dialog der Religionen verpflichteten Biblischen ­Impulse finden Sie dort.

Die Synagoge und drei Moscheen in Münster öffnen ihre ­Türen für Interessierte und geben Einblick in ihre Geschichte und ihren Alltag. Ein Höhepunkt im "Dialog der Religionen" ist die Christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier am Donnerstagabend.

Lebenswelten | Bunte Lebenswelten  

Das Leben ist bunt und vielfältig. Es kann von Glück und Gesund­heit begleitet sein, aber auch von traurigen Episoden und dramatischen Ereignissen. Lebenswege können gerad­linig oder verschlungen verlaufen und sind meist ganz anders als geplant. Träume können wahr, aber auch von der Realität eingeholt werden. Manchmal bestimmten die Umstände die Richtung, manchmal spielt der Zufall eine Rolle. Immer ist man aufgefordert, selbstverantwortlich sein Leben zu gestalten.

Das Leben in seinen unterschiedlichen Facetten spiegelt sich in den "Bunten Lebenswelten" wider. Hier werden in Werkstätten, in Theater und Gesang, Exkursionen und Kreativ­angeboten Menschen jeden Alters eingeladen, einander zu begegnen. Sie bringen ihre Lebenswelt mit und treffen auf andere Lebensentwürfe. Neue Lebenswelten wollen entdeckt, Aspekte des eigenen Lebens beleuchtet und Ideen für die ­Zukunft gesammelt werden.

Lebenswelten | Kinder  

Mit dem Friedensuchen kann man nicht früh genug ­beginnen. Denn schon die kleinen Katholikentagsgäste kennen die Erfahrung, dass nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist. Im Gegenteil: Gerade beim Eierkuchen kann ganz schnell die Freundschaft und der (Familien-)frieden auf dem Spiel stehen!

In der "Lebenswelt Kinder" gibt es für Kinder ab drei Jahren die Möglichkeit, Geschichten über den Frieden zu erleben. Aber auch für die größeren Kleinen gibt es ein reichhaltiges Angebot. Zur kritischen Auseinandersetzung mit Frieden und Unfrieden, zum Suchen und Entdecken der eigenen Möglichkeiten, mit Streit umzugehen und Friedliches zu finden und um Gemeinschaft mit anderen Kindern, Familien und Gott zu erleben. Alles ist aktiv, kreativ und mit viel Spaß verbunden.

Lebenswelten | Junge Menschen  

SUCHE Frieden!?
... und was suche ich? SUCHE ich das perfekte Leben oder wie ich den Alltag überstehen kann? SUCHE ich etwas, bei dem ich meine Kreativität ausleben kann oder suche ich die nächste Ecke zum Chillen? SUCHE ich die nächste Pommesbude oder eine ernsthafte Diskussion? ... und was suchst DU?

Es gibt tausendundeine Möglichkeit, was DU auf dem Katholiken­tag in Münster finden kannst. Die Möglichkeiten, die Du hier findest, sind extra für Dich gemacht! Für Junge Menschen auf dem Katholikentag! An den unterschiedlichen Orten der Lebenswelt Junge Menschen ist für alle was dabei, die zur Schule gehen, eine Ausbildung machen oder studieren und für alle, die erwachsen werden oder junge Erwachsene sind. Mal leise und mal laut, mal schnell und mal langsam, mal zum Mitmachen und mal zum Genießen.

Komm allein oder mit vielen; komm einmal oder immer ­wieder - you're welcome[!]

Lebenswelten | Frauen und Männer  

Frauen und Männer sind sich manchmal ganz nah - und doch in mancher Beziehung und manchem gesellschaftlichen Kontext so ganz fern voneinander. Sie suchen sich selbst in ihrer geschlechtsspezifischen Rolle, ihren Platz in der Welt und den Frieden in ihrem Miteinander - und stoßen doch immer wieder auf Fragen und Themen, die für Unfriede zwischen den Geschlechtern sorgen.

Wir laden Männer und Frauen zu einem Dialog ein. Wir möchten alte und neue Rollenbilder beleuchten, Raum und Zeit für das Gespräch über Männer und Frauen in Kirche und Gesellschaft geben und Impulse für das eigene und das andere Geschlecht geben und erhalten. Nachdenkliche und leise Töne mischen sich dabei mit kulturellen und kulinarischen Angeboten. Besonders einladen möchten wir zum Ökumenischen Frauengottesdienst am Samstagsabend im Dom, wo auch die Spiritualität in der Betrachtung der eigenen Rolle ihren Platz hat.

Wer Fragen stellen will und (eigene) Antworten sucht, kann in der Lebenswelt Frauen und Männer benennen, was stört, lernen, was hilft, beschreiben, was passieren soll, sich austauschen, streiten, reden, lachen und neuen Bildern von Männern, Frauen und anderen Raum geben. Denn das gehört zur Suche nach Frieden dazu: Die eigene Haltung betrachten und (immer wieder) erneuern.

Lebenswelten | Partnerschaft  

Partnerschaft - ein durch und durch friedlicher Begriff!

Partner­schaftlich miteinander umgehen heißt, einander auf Augenhöhe begegnen, sie und ihn ernstnehmen, ein gemeinsames Ziel verfolgen. Für viele Menschen ist genau dies eine Erfahrung von Glück und Erfüllung.

Doch wie sieht die Erfüllung dieser Sehnsucht in unserer Realität aus? Ist es wirklich immer so einfach? Partnerschaft will gepflegt, geübt, geteilt werden. Manchmal wird sie erlitten, erlebt sie Brüche und Enttäuschungen - und ist dann gar nicht mehr friedlich. Partnerschaft kann auch schwer sein!

Partnerschaft ist nicht etwas, das man, einmal gefunden, für immer besitzt. Und so verstehen sich die Veranstaltungsangebote in der "Lebenswelt Partnerschaft" wie des gesamten Katholikentags: als Einladung zur Suche. Dann kann man finden: Veranstaltungen, die die vielen Facetten des Miteinanders widerspiegeln, Inspiration bieten, Gemeinsamkeiten und Perspektiven zum Frieden eröffnen.

Lebenswelten | Familien  

Familie "ist eine herausfordernde Collage aus vielen unter­schied­lichen Wirklichkeiten voller Freuden, Dramen und ­Träume", schreibt Papst Franziskus (AL 57). Um diese Vielfalt soll es auch in der Lebenswelt Familien gehen.

Ob die Eltern eines Kindes miteinander verheiratet sind oder nicht, ob sie in einer Patchwork-Familie leben oder getrennt Erziehende sind, ob sie sich Sorgen um ihre eigenen, alt werdenden Eltern machen - die Fragen sind doch die gleichen: Wie können wir so zusammenleben und miteinander um­gehen, dass wir gemeinsam wachsen? Wie können wir Gott in unseren vollgepackten Alltag einbeziehen - zum größeren Frieden aller?

Die Möglichkeiten in der "Lebenswelt Familien", auf die ganz persönliche Spurensuche nach Antworten auf diese Fragen zu gehen, sind so vielfältig wie das Leben in der Familie: mal laut und bunt, mal bewegt und artistisch und auch mal still und besinnlich.

Besonders eingeladen sind Familien zur Eucharistiefeier für Familien mit Kindern an Christi Himmelfahrt auf dem Dom­platz, der zeitgleich zum zentralen Gottesdienst (Schloss­platz) stattfindet.

Lebenswelten | Generationen  

Was können Menschen verschiedener Generationen einander vom Frieden erzählen? Jede Generation erlebt Zeiten des Friedens und des Unfriedens. Viele, auch Menschen anderer Herkunft, haben im Krieg solche Zeiten erlebt, andere erleben gesellschaftliche und politische Umbrüche und Unsicherheiten als Phasen der Unruhe und des Unfriedens. Manche suchen ihren persönlichen Frieden. Andere sehnen sich nach Frieden zwischen den Generationen in ihrer Familie. Für ältere Menschen stellt sich die Frage nach einem friedlichen Ausklang des Lebens in Würde und Menschlichkeit.

Für sich selbst und für andere zu sorgen, sorgfältig mit den Bedürfnissen und Wünschen der anderen Generation umzugehen und sich vom Frieden, der Krieg und Hass in Gesellschaft und Politik entgegensteht, zu erzählen - hierfür schaffen die "Lebenswelten Generationen" Raum. So lässt sich Frieden finden!

Liturgiewerkstätten  

In den Liturgiewerkstätten werden in drei großen Themen­bereichen "Liturgie und Frieden", "Liturgie und Medien" und "Liturgie in größeren Seelsorgeeinheiten" aktuelle Frage­stellungen diskutiert und praktische Perspektiven er­öffnet. Einige Werkstätten werden durch exemplarische Liturgien angeregt, andere reflektieren die zuvor begangenen Feierformen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Raum, den Reich­tum ihrer Erfahrungen mitzuteilen, im Austausch voneinander zu lernen und aus dem aufeinander Hören gemeinsam dem "liturgischen Spiel vor Gott" Bewegung zu verleihen.

So steht im Mittelpunkt der Werkstätten die auch zukünftige würdige Gestaltung unseres Glaubens in unterschiedlichen Ausdrucksformen, die der Sehnsucht des Menschens nach Gottesnähe entsprechen, und die Gemeinschaft der Glaubenden untereinander stärken.

Zentrum Bibel und Spiritualität  

Menschen suchen Frieden - Frieden mit sich, Frieden mit anderen, Frieden mit der Schöpfung, Frieden mit Gott.

Im Zentrum Bibel und Spiritualität finden Sie zu diesen ­Themen ein vielfältiges Angebot. Hier können Sie über Gott, sein Wort und die Welt nachdenken und diskutieren. Kulturelles und ­Musikalisches bietet Ihnen Nahrung für die Seele. Sie können in vielen Werkstätten spirituelle Erfahrungen sammeln, einen Gesprächskreis zu Glaubens- und Lebensfragen besuchen oder ein persönliches Beratungs-, Begleit- oder Beichtgespräch führen. Eine Mitmachausstellung, Schreibwerkstätten, Bibliodramen und Bibliologe laden zum Mit­wirken ein. Oder kommen Sie einfach zum Tanz!

Die Gesprächsangebote sind am Antoniuskirchplatz 21, gegenüber den "Lebenswelten", zu finden. Der Weg lohnt sich. Aufmerksame Helferinnen und Helfer im 2. OG der Schule weisen gerne den Weg. Weitere Orte des Friedens können Sie außerdem auf Pilgerwegen, bei Führungen oder Straßen­exerzitien entdecken.

Das Zentrum Bibel und Spiritualität bietet inmitten des großen Trubels Gelegenheit, Themen zu vertiefen, miteinander zu sprechen und viel über den Glauben und die Bibel zu erfahren. Oder auch einfach, still zu werden und auszuruhen.

Kultur  

Frieden - das ist kein Zustand von Dauer, sondern er ist immer wieder neu zu schaffen, vergleichbar einem Balanceakt. Alle Kultursparten suchen auf ihre je eigene Weise danach: anrührend oder verstörend, leise oder überwältigend, anklagend oder herausfordernd. Und sie verführen zum "Blick über den Tellerrand" in die Kulturen der Welt - so wie das Arab Jewish Orchestra aus Israel, das mit Musik Brücken schlägt und Frieden stiftet.

Jede und jeder begibt sich mit einem anderen Blick auf Friedenssuche. Ob es die Kinder aus Flüchtlingsfamilien in der Jugendfilmreihe sind, das Theaterstück, das Lessings bekannte Ringparabel in die Gegenwart übersetzt oder das Jazzkonzert mit der afrikanischen Sängerin Dobet Gnahoré - das Kulturprogramm spannt einen weiten, abwechslungsreichen Bogen. Kabarett, Orgelkonzerte, Neues Geistliches Lied und Popmusik gehören ebenso dazu wie Gospelkonzerte und Autorenlesungen.

Unter freiem Himmel  

Während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Münster (1644-1649) klagte Fabio Chigi, der Gesandte des Papstes: "Heimat des Regens! [...] Sechs Jahre sind's nun, dass ich hier bin, aber ich sah Dich nicht anders als triefend vor ständigem Regen". Der Katholikentag trotzt jedem Wetter und so gibt es auch in diesem Jahr ein buntes Bühnenprogramm Unter freiem Himmel.

Auf der Stubengasse hat die Caritas mit einer Bühne und vielen informativen Ständen Quartier bezogen. Die katholischen Missions- und Hilfswerke sind mit der Eine-Welt-Bühne auf dem Platz an der Aegidiikirche zu finden. Das gastgebende Bistum Münster präsentiert sich im Schatten der Überwasserkirche.

Das beliebte Bühnenprogramm "Musik, Theater, Kleinkunst" mit Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Deutschland findet tagsüber auf zwei Bühnen statt: im Rathausinnenhof auf dem Platz des Westfälischen Friedens sowie auf dem Platz vor dem MCC Halle Münsterland. Auf der schwimmenden Bühne am Aasee sind weitere kulturelle Höhepunkte zu erleben. Außerdem erwartet Sie viel Straßenmusik in der gesamten Innenstadt.

Kirchenmeile  

Die Kirchenmeile lädt ein, die Vielfalt des kirchlichen Lebens und Engagements in Verbänden, diözesanen Laiengremien, Geistlichen Gemeinschaften, Orden, kirchlichen Institutionen und Initiativen kennenzulernen.

Unter freiem Himmel vor dem Schloss mitten in Münster bringt sie mit mehr als 350 Informations- und Begegnungs­angeboten Katholikentagsatmosphäre in die Stadt.

Zur Kirchenmeile gehört auch ein attraktives Programm auf zwei Aktionsflächen.

In der Innenstadt laden die kirchlichen Hilfswerke auf den Platz an der Aegidiikirche und die Ver­bände der Caritas auf die Stubengasse ein. Dort bieten sie Einblick in ihre Arbeit und präsentieren ein informatives und unterhaltsames Bühnenprogramm.

Die Kirchenmeile dokumentiert die gesamte Breite des Engagements, das Christinnen und Christen in Gesellschaft und Kirche entfalten.

Nicht alle hier vertretenen Ansichten werden von der Katholikentagsleitung geteilt. Sie sind eingeladen, sich durch intensive Gespräche an den Ständen zu informieren und sich im Dialog mit den Verantwort­lichen ein eigenes Urteil zu bilden.
Die Medienmeile und die Präsentationsmeile sind inhaltlich und organisatorisch eigenständige Bereiche.

Veranstaltungen aus Anlass des Katholikentags  

In diesem Bereich finden Sie die sogenannten Veranstaltungen aus Anlass des Katholikentags. Sie gehören nicht zum offiziellen Programm des Katholikentags. Die vorbereitenden Anbieter und Organisationen haben sich am Leitwort des Katholikentags orientiert, führen ihre Veranstaltungen jedoch gänzlich in eigener Verantwortung und ohne Unterstützung des Katholikentags durch. Gerne empfehlen wir Ihnen, auch diese Angebote zu besuchen und zur Begegnung zu nutzen.
Inhaltlich erwartet Sie bunte Vielfalt: Verschiedenste Aus­stellungen und durchgehende Angebote wie Treffpunkte oder Installationen, Gottesdienste und Gebetszeiten, Podien und Vorträge sowie kulturelle Veranstaltungen.


Bitte beachten Sie: Die Karten des Katholikentags haben hier keine Gültigkeit. Bei manchen Veranstaltungen wird Eintrittsgeld erhoben. Für die Richtigkeit aller Angaben, insbesondere Zeiten und Orte, sowie für die Angaben zur Barrierefreiheit und Sicherheit vor Ort sind die jeweiligen Veranstalter verantwortlich.

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