1.000 Katholikentagsbesucher pilgern nach Telgte

Programmheft S. 71

Programmheft S. 71

1.000 Katholikentagsbesucher pilgern nach Telgte

Wallfahrt/Brauchtum

Gut 1.000 Katholikentagsbesucher haben sich am Samstag auf eine Wallfahrt mit dem Münsteraner Bischof Felix Genn ins benachbarte Telgte begeben. Unter dem Motto "Lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens" (Lk 1,53) pilgern sie zum Gnadenbild der "Schmerzhaften Muttergottes". Es wurde um 1370 geschaffen und zeigt eine sogenannte Pieta: den Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß seiner Mutter Maria.

Die Wegstrecke für Fußpilger ging 12 Kilometer entlang des historischen Wallfahrtsweges von Münster nach Telgte an der heutigen Bundesstraße 51. Rucksäcke konnten in einem Begleitfahrzeug abgegeben werden. Auch eine Buswallfahrt, speziell für Familien, war möglich.

Telgte ist der wichtigste Pilgerort im Bistum Münster. Die Wallfahrten dorthin gehen von Münster, Osnabrück, Rheine und Warendorf aus. Dem Gnadenbild der schmerzhaften Maria aus Lindenholz werden über die Jahrhunderte diverse Wunder zugeschrieben. 1904 nahm es Papst Pius X. (1903-1914) ins Verzeichnis der weltweit anerkannten Gnadenbilder auf. Johannes Paul II. (1978-2005) nannte Telgte bei seinem Besuch 1987 das "religiöse Herz des Münsterlandes".

Ursprünglich wurde dieses Gnadenbild in lokalen Bittprozessionen vorangetragen, in einen Mantel gehüllt und mit einer Krone geschmückt. Nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges ließ Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen 1654 eine barocke Wallfahrtskapelle für die Pieta errichten.

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