Lammert: Schaffen und Bewahren von Frieden ist Gemeinschaftsaufgabe

Programmheft S. 76

Programmheft S. 76

Lammert: Schaffen und Bewahren von Frieden ist Gemeinschaftsaufgabe

Bibel/Leute

Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert sieht die Schaffung und das Bewahren von Frieden als eine Gemeinschaftsaufgabe. "Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen dauerhaften Frieden, ohne Freiheit wohl auch nicht", sagte der Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung am Samstag auf dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster. In einer nicht-friedlichen Welt könne weder individuelle Freiheit noch soziale Gerechtigkeit langfristig gewährleistet werden.

In seinem "Biblischen Impuls" zum ersten Petrusbrief mahnte Lammert vor über 250 Zuhörern, man solle in Konfliktsituationen nicht aus spontanen Reflexen heraus reagieren, sondern sich auf "hilfreiche, wegweisende Orientierungen besinnen", die sich mitunter schon seit Jahrhunderten bewährt hätten. Er verwies dabei auf den Psalm 34: "Meide das Böse und tue das Gute; suche Frieden und jage ihm nach."

Lammert bezeichnete das Katholikentags-Motto "Suche Frieden" als hochaktuell. Im vergangenen Jahr seien weltweit 220 gewaltsam ausgetragene Konflikte registriert worden: "Und diese Katastrophen sind menschengemacht.". Der Katholikentag sei deshalb auch ein Forum, um nach "neuen Wegen des Friedens" zu suchen. Die Aufgabe sei "zugegebenermaßen extrem kompliziert", denn an kaum etwas sei die Menschheit so oft gescheitert, wie an der Bewahrung des Friedens.

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