Politische und kirchliche Hochkaräter am Samstag beim Katholikentag

Politische und kirchliche Hochkaräter am Samstag beim Katholikentag

Vorschau

Am Samstag startet der Katholikentag in den letzten Tag seiner thematischen Arbeit. Auf dem Programm stehen noch einmal große Podien mit viel kirchlicher und politischer Prominenz.

Der Faustschen Gretchen-Frage "Nun sag', wie hast du's mit der Religion?" stellen sich die religionspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen, darunter auch jener der AfD. Die Teilnahme des AfD-Politikers Volker Münz hatte im Vorfeld für heftige Diskussionen gesorgt. Die Veranstalter begründeten die Einladung damit, dass nicht die Partei, sondern die Person eingeladen werde. Da auch die kirchenpolitischen Sprecher der anderen Bundestagsparteien anwesend seien, habe man der AfD auch keinen Märtyrer-Status verschaffen wollen.

Erwartet werden am Samstag auch mehrere Bundesminister. So stößt zum Podium "Friedliche digitale Arbeitswelt 4.0?" noch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil dazu. Sein Parteigenosse Franz Müntefering wiederum diskutiert mit zum Thema "Heute #Yolo morgen arm?". Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist mit dabei, wenn es um "Vergessen. chancenlos und unbequem?" und damit über die Zukunftsperspektiven sozial benachteiligter Jugendlicher geht. Und statt des Moraltheologen Eberhard Schockenhoff springt der SPD-Politiker Wolfgang Thierse ein, um über "Gemeinsam Kirche sein" zu debattieren.

Über "Journalismus in Zeiten von Hassmails und Shitstorm" tauschen sich der Politikwissenschaftler Andreas Püttmann sowie der Chefkorrespondent der Mediengruppe DuMont, Joachim Frank, der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke und der Gründer der Facebook-Gruppe  #ichbinhiergegenHass, Hannes Ley, aus. 

Der Erzbischof von Genua und Präsident  des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Kardinal Angelo Bagnasco, die Vizepräsidentin der Europäischen Bewegung International, Roza Thun, der Gründungsdirektor des Humboldt Forums, Neil Mac Gregor, und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD),  finden sich ebenfalls sein. Sie diskutieren über "Zurück in das Eigene und Heimische".  Um die Menschenrechte geht es beim Podium "Gewaltspiralen durchbrechen" mit dem Theologen und Philosophen Heiner Bielefeldt sowie unter anderen mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und der früheren Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD).

Herrmann ist auch mit dabei, wenn über "Nationalismus in Deutschland" diskutiert wird. Mit ihm zusammen sitzen auf dem Podium auch der Bundesvorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Ulrich Hemel, der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt und der Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising von der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz.

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