Bischof Bätzing: Akzeptanz ist wichtig für den Dialog zwischen den Religionen

Programmheft S. 191

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Bischof Bätzing: Akzeptanz ist wichtig für den Dialog zwischen den Religionen

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hält eine gegenseitige Akzeptanz für einen erfolgreichen Dialog zwischen den Religionen für wesentlich. Aus Sicht der katholischen Kirche bringe die ehrliche Suche nach Gott jedem das ewige Heil, egal welcher Religion er angehöre, sagte er am Freitag beim Katholikentag in Münster. In den aktuellen Diskussionen stelle sich die Frage, ob der Islam auch andere Religionen als Weg ins ewige Heil anerkenne.

Bätzing betonte, sich auf den türkischen Islam zu beziehen. Dort gebe es Gutachten, die Christen als Ungläubige bezeichnen würden. Eine gegenseitige Akzeptanz sei aber wesentlich für einen Dialog und Frieden zwischen den Religionen.

Der evangelische Bischof von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, sagte, dass Ideologien die Religion für politische Zwecke missbrauchten. Ständige Appelle für Frieden nützen dabei jedoch nichts. Jeder müsse erst erkennen, was seine eigene Glaubensauffassung für ihn bedeute und sollte danach handeln. Es brauche nicht weniger, sondern mehr interreligiöses, theologisches Nachdenken. Mehr Theologie schaffe mehr Frieden.

Bischof Bätzing bemängelte, dass in Predigten das Thema Frieden zu wenig behandelt werde. Das treffe auch auf ihn selbst zu. Das Thema müsse stärker unter die Leute gebracht werden.

Der Dialog- und Kirchenbeauftragte des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ahmad Aweimer, wies auf den Frieden als Gemeinsamkeit der drei großen Religionen hin. In allen heiligen Schriften seien Textstellen zu finden, in denen zu friedlichem Zusammenleben aufgerufen werde. Gemeinsam treten die Religionen Aweimer zufolge für Frieden ein.

Ein guter Anlass Gemeinsamkeiten und Frieden zwischen den Religionen zu feiern, ist Bischof Bätzing nach der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt im Jahr 2021. Dort werde besprochen, wie die Welt weiter gestaltet werde.

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