Kretschmann: Frieden ist mehr als das kriegsfreie Verhältnis zwischen Staaten

Programmheft S. 92

Programmheft S. 92

Kretschmann: Frieden ist mehr als das kriegsfreie Verhältnis zwischen Staaten

Katholikentag/Leute/Frieden

Nach den Worten des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Die Grünen) , ist mit dem Begriff "Frieden" nicht nur das kriegsfreie Verhältnis zwischen Staaten gemeint, sondern auch der soziale Friede innerhalb einer Gesellschaft. Weiter gehöre dazu der politische Friede zwischen konkurrierenden Parteien und Politikern sowie der persönliche Friede, die innere Ausgeglichenheit, sagte Kretschmann am Freitag am 101. Deutschen Katholikentag. Dessen Motto lautet "Suche Frieden".

Diese Friedensformen seien zwar ganz unterschiedlich, räumte der Ministerpräsident ein. Sie hätten jedoch alles etwas Verbindendes. "Immer geht es um den Respekt gegenüber dem anderen, um die Akzeptanz der Verschiedenheit und um die Bereitschaft zum Dialog." Friede beginne nicht da, wo alle einer Meinung seien; auch nicht da, wo nur Gleichgesinnte unter sich blieben oder wo Differenzen verdrängt würden, so Kretschmann. Frieden geschehe da, "wo ich das Anderssein, das Andersdenken der Anderen als Chance betrachte, als Bereicherung, zumindest aber als Anstoß, selber nochmal nachzudenken".

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