Göring-Eckardt: Musste zu DDR-Zeiten geschenktes Kreuz abnehmen

Göring-Eckardt: Musste zu DDR-Zeiten geschenktes Kreuz abnehmen

Parteien/Kreuz

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt musste zu DDR-Zeiten ihre Kette mit Kreuzanhänger im Schulunterricht wieder abnehmen. Das habe sie sehr geprägt, sagte die in Thüringen geborene Politikerin beim traditionellen Empfang der Grünen beim Katholikentag in Münster am Mittwochabend. Sie habe das Kreuz damals zur Konfirmation von ihrer Patentante geschenkt bekommen, und es hätte sie sehr getroffen, dass der Lehrer sie damals aufgefordert habe, es wieder abzunehmen, weil es angeblich zu groß sei. "Deswegen werde ich immer wieder dafür eintreten, dass Gläubige ihr religiöses Symbol tragen dürfen: sei es eine Kippa, ein Kopftuch oder ein Kreuz", so Göring-Eckardt.

Mit Blick auf den sogenannten Kreuz-Erlass des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) erklärte sie zugleich, dass Kreuz "ist und bleibt zuallererst ein christliches Symbol und ist keine Folklore". Auch deshalb dürfe niemand gezwungen werden, in einem Amt unter einem Kreuz zu arbeiten.

Das Kreuz sei kein Symbol, dass spalte und demonstriere "ihr gehört hierhin und ihr anderen dorthin", fügte die Grünen-Politikerin hinzu.

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