Theater im Blut - Münster wird eine große Bühne

S. 391/377 , Caritasbühne S. 425ff.

S. 391/377 , Caritasbühne S. 425ff.

Theater im Blut - Münster wird eine große Bühne

Kunst/Theater

Wenn die ganze Welt eine Bühne ist, schielt natürlich auch der Katholikentag auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Die internationale Theater-Tanz-Produktion "Das liegt im Blut" zeigt im Theater Münster vielschichtig den Perspektivwechsel zwischen Ghana und Deutschland im Leben einer jungen Schauspielerin, die aus Ghana kommt und in Münster lebt. Unter der Regie von Barbara Kemmler zeigt "Cactus Junges Theater Münster" am Donnerstag eine Performance mit Humor, Herz und Hirn. 

Das Stück "Malala" in der Hildegardisschule ist für Kinder ab acht Jahren empfohlen und widmet sich dem Leben der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousefzai. Als Mädchen in Pakistan freut sich auf die Schule und setzt sich für ihr Recht auf Bildung ein – gegen den Widerstand der Taliban. Am Freitag wird das Stück zweimal gezeigt. 

In der Stadt des Westfälischen Friedens darf natürlich eine Theaterstück dazu nicht fehlen: "Vivat Pax – Die Hölle muss leer sein, alle Teufel sind in Münster" ist die Neufassung eines Historienspiels von Hans-Peter Boer. Die Zuschauer erleben im Rathausinnenhof eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert: Auf dem Marktplatz diskutieren die verschiedensten Stadtbewohner die Friedensverhandlungen. Veranstalter am Samstagmittag ist der Stadtheimatbund Münster. 

Religiös wird es am Donnerstag auf dem Schlosslatz: beim Lessing-Klassiker "Nathan der Weise". Unter der Regie von Markus Kopf wird die Suche nach der "wahren Religion" mit der berühmten Ringparabel beantwortet. Das Drama ist ein Schlüsseltext der Aufklärung und regt zum Nachdenken über Toleranz an – ist sie realer Weg zum Frieden oder gescheiterte Utopie?

Die Caritasbühne auf der Stubengasse zeigt ebenfalls kleinere Theaterperformances. Eine Gruppe des Bistums Münster und die Formation "Impro 005" kommt dabei auf jeden Fall ohne Souffleur aus – denn ihr Metier ist das Improtheater. Die Theatergruppe der Caritas Wuppertal/Solingen zeigt dagegen Sketche, Lieder und Clownerie. Die Schauspieler sind gehörlose und hörende Menschen mit Migrationsgeschichte. Mit der Produktion „Machtlos -Im Schatten der Sucht“ widmet sich der Verein "GrOße Freiheit" aus Gescher einem eher ernsten Thema. Für Kinder gibt’s auf der Caritasbühne eine Märchenstunde der Erziehenden der Pfarrei St. Gudula Rhede. 

cko

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