Katholikentagsmotto "Frieden" richtet sich auch an Familien

S. 132

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Katholikentagsmotto "Frieden" richtet sich auch an Familien

Familie/Gesellschaft

Streit kommt in den besten Familien vor. Zum Beispiel, wenn der eine Teil zum Urlaub ans Meer, der andere Teil aber lieber in die Berge fahren möchte. Da können schon mal die Fetzen fliegen. Das Katholikentagsmotto "Suche Frieden" gilt auch für Familien. Denn Frieden und Gerechtigkeit sind nicht nur Auftrag an die Politik, sondern zeigen sich auch in diesen kleinen Zusammenhängen. Deshalb gibt es zum Thema Familie einen eigenen Veranstaltungsbereich. 

Der Alltag als berufstätige Mutter mit drei Kindern ist stressig. Davon kann Stephanie Träger ein Lied singen. In einem Streitgespräch mit der Linken-Sozialpolitikerin Katja Kipping, dem nordrhein-westfälischen Familienminister Joachim Stamp (FDP) und dem Soziologen Hartmut Rosa wird sie über ihre Erfahrungen berichten. 

"Frieden in der Familie suchen und bewahren" heißt eine weitere Veranstaltungen im Themenbereich "Familie". Der Berliner Erzbischof und Vorsitzende der Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Koch, wird mit Theologen und Eheberatern darüber nachdenken, wie Versöhnung in der Familie gelingen kann. Ehe-Initiativen aus Pfarrgemeinden bieten Anregungen zu einem friedlichen Familienleben.

Philosophischer geht es beim Podium "Was ist Liebe?" zu. Theologe Eberhard Schockenhoff wird mit anderen Podiumsteilnehmern darüber sprechen. Immer häufer ist die Liebe nicht von Dauer. Immer wieder gehen Ehen auseinander. Dieser Entwicklung trägt das Podium "Mamor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht" Rechnung. Kann es trotz Ehe eine Liebe auf Dauer geben, fragt der Untertitel der Veranstaltung provokant. Psychologin Birgit Kollmeyer kommt dazu mit Ehe- und Lebensberatern ins Gespräch. Auch Alltagserfahrungen sollen einfließen. 

Der Politikwissenschaftler und Armutsexperte Christoph Butterwegge wird über Zukunftsperspektiven sozial benachteiligter Jugendlicher sprechen. Die Chancen und Risiken der Digitalisierungen für Familien sind ein weiteres Themen. 

Um Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt als Waffe dreht sich eine Veranstaltung mit der Politikerin Sybille Benning (CDU), der Vizepräsidentin des ZdK, Claudia Lücking-Michel, der Adveniat-Länderreferentin Monika Lauer Perez und dem Direktor von Justice&Peace, Justin Nkunzi, aus der Republik Kongo.

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