Bett frei? 4.000 Gästebetten in Rekordzeit gefunden

Bett frei? 4.000 Gästebetten in Rekordzeit gefunden

Übernachtungen/Teilnehmer

"Bett frei?"Mit diesem Aufruf hatte der Katholikentag 4.000 Privatquartiere gesucht. Mit Erfolg. In einer Rekordzeit von sieben Wochen konnten 4.003 Gästebetten im gesamten Münsterland gefunden werden. „Wir sind hier auf eine unglaubliche Gastfreundschaft gestoßen“, sagt Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags. 

Prominente Unterstützer wie der Sänger Roland Kaiser und der Entertainer und Musiker Götz Alsmann warben für Schlafplätze. "'Zimmer frei?' – so viel Platz ist gar nicht nötig", hatte Alsmann im Vorfeld gesagt. "Ein Bett, ein Schlafsofa oder eine Couch reichen völlig aus." Auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller hatte an die Gastfreundschaft der Münsteraner appelliert: "Öffnen Sie Ihre Türen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie werden sicher friedliche und fröhliche Tage mit ihnen erleben."

Ihr Werben war erfolgreich. Es hatten sich so viele Freiwillige gemeldet, dass einige Gastgeber ohne Übernachtungsgäste bleiben. 2.239 Privatquartiere stehen vor allem für ältere Menschen, Familien und Menschen mit Beeinträchtigung kostenlos zur Verfügung. Die Privatquartiere befinden sich in Münster und den Kreisen Coesfeld, Steinfurt und Warendorf. Das Kampagnen-Logo nahm übrigens Bezug auf das Münsterland: Der Schriftzug „Bett frei“ stand vor einer stilisierten Klinkerwand, weil diese so typisch ist für die Region.

Viele andere Teilnehmer sind in Gemeinschaftsquartieren untergebracht. In ausgewählten Schulen der Stadt werden für die Zeit des Katholikentags die Klassenräume für die Unterbringung bereitgestellt. So wie im Geschwister-Scholl-Gymnasium und der Geschwister-Scholl-Realschule im Norden der Stadt. Insgesamt 5.213 Schlafplätze gibt es in allen Unterkünften.

Eine Gruppenunterkunft für Menschen mit Behinderungen gibt es unter anderem in der Regenbogenschule des Landesverbands Westfalen-Lippe. Auch an Familien mit kleinen Kindern wurde gedacht: Sie können in sogenannten Familienschulen übernachten. Diese Schulen sind nachmittags früher geöffnet und es werden nur zwischen acht und zehn Personen in einem Klassenraum schlafen. 

dkh

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