Typisch Münster – Strehlenfete und Tretboot

S. 30

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Typisch Münster – Strehlenfete und Tretboot

Buntes/Besondere Veranstaltungen

"Hamel Jontef bei der Strehlenfete!" – Nur Münsteraner wissen sofort, dass hier jemand viel Spaß beim Straßenfest wünscht. Der lokale Masematte-Dialekt war vor dem Zweiten Weltkrieg eine Geheimsprache für Arbeiter und Arme. Seine Spuren halten sich bis heute in Münster: Bei "jovelem" (schönen) Wetter fährt man zum Beispiel mit der "Leeze" (Fahrrad) zum Aasee oder ins Grüne. Für die große Strehlenfete am Samstagabend gibt’s nicht nur lokalen Dialekt, sondern auch Spezialitäten aus der Münsteraner Küche. Neben den acht Bühnen des großen Straßenfestes kann man sich für 20 Euro ein Strehlenfeten-Picknick für bis zu vier Personen sichern. Die "Friedensdecke" sorgt für einen warmen Sitzplatz für das abwechslungsreiche Musikprogramm.

Ebenfalls "typisch Münster": Tretbootfahren auf dem Aasee. Nicht nur ein schwarzer Schwan, der sich vor einigen Jahren in ein Boot verliebte, weiß die Seefahrzeuge zu schätzen. Die KjG bringt mit ihnen einen ganzen Gottesdienst auf den See: "Das wird eine besondere Erfahrung", sagt die geistliche Leiterin der Katholischen Jungen Gemeinde im Diözesanverband Münster, Barbara Kockmann: „Jesus war immer am See Genezareth. Wir haben den Aasee.“

Drei Stationen sind geplant, inklusive Lesung und Fürbitten. Angst zu kentern hat Kockmann eigentlich nicht – "Beten und Singen geht ja auch im Sitzen". Trotzdem ist zur Sicherheit ein Rettungsboot mit dabei. Um Samstag um 14 Uhr geht es los, Treffpunkt sind die Beton-Billardkugeln am Ufer. 40 Boote sind reserviert: "Die ersten 160 Interessenten nehmen wir mit!", sagt Kockmann. Es lohnt sich also, schnell zu sein. 

cko

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