Katholikentag

Katholikentag

Stichwort

Deutsche Katholikentage sind Treffen, bei denen sich die Kirche mit ihren Verbänden und Institutionen über mehrere Tage der Öffentlichkeit präsentiert. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt. Zehntausende Christen diskutieren dann kirchliche und gesellschaftspolitische Themen und feiern Gottesdienste. 

Veranstalter ist das "Zentralkomitee der deutschen Katholiken" (ZdK) mit dem jeweils gastgebenden Bistum. Der 101. Katholikentag findet vom 9. Mai bis 13. Mai in Münster statt. Er steht unter dem Leitwort "Suche Frieden". 

Die Geschichte der Katholikentage reicht bis 1848 zurück. Von ihnen gingen immer wieder kirchliche und gesellschaftliche Impulse aus, etwa für die Entwicklung einer katholisch-sozialen Bewegung oder für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. In nationalsozialistischer Zeit gab es keine Katholikentage. Das 1933 geplante Treffen wurde abgesagt, nachdem die Durchführung von einer "Treueerklärung für Führer und Reich" abhängig gemacht worden war. 

In jüngerer Zeit prägten vor allem die jungen Teilnehmer mit ihrem Eintreten für Frieden und Umweltschutz sowie ökumenische Fragen die Treffen. In Münster findet das Katholikentreffen zum vierten Mal statt; zuletzt nahmen 1930 rund 130.000 Menschen an dem Treffen teil.

Katholikentage wechseln sich in der Regel mit Evangelischen Kirchentagen ab.  Der letzte Deutsche Evangelische Kirchentag fand 2017 in Wittenberg und Berlin statt. 2010 veranstalteten die beiden großen Kirchen zum zweiten Mal nach Berlin 2003 ein gemeinsames Großtreffen, den Ökumenischen Kirchentag in München. Ein weiterer Ökumenischer Kirchentag war 2019 geplant. Wegen organisatorischer Schwierigkeiten wurde er allerdings auf 2021 verschoben. Austragungsort ist Frankfurt.

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