Bistum Münster

Bistum Münster

Stichwort

Das Bistum Münster ist mit etwa 1,89 Millionen Katholiken die nach Mitgliedern zweitgrößte Diözese Deutschlands. Das an die Niederlande angrenzende und vom Ruhrgebiet bis an die Nordsee (vom Pott bis zum Watt) reichende Bistum ist mit einer Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern das flächenmäßig drittgrößte deutsche Bistum. Seit 29. März 2009 leitet Bischof Felix Genn das Traditionsbistum. Münster ist zum vierten Mal Gastgeber eines Deutschen Katholikentags.

Dabei weist das zur Kirchenprovinz Köln gehörende Bistum eine deutschlandweit einmalige Besonderheit auf. Es besteht aus zwei räumlich voneinander unabhängigen Gebieten. Drei Regionen liegen in Nordrhein-Westfalen, die vierte, der Offizialatsbezirk Oldenburg, ist eine Exklave in Niedersachsen. Die Zweiteilung ist Folge der nach dem Wiener Kongress von 1815 erfolgten Anpassung kirchlicher Bezirke an die damals neuen, politischen Grenzen.

Im Jahr 2005 feierte die überwiegend ländlich geprägte Diözese ihr 1.200-jähriges Bestehen. Als Geburtsstunde gilt die Weihe des ersten Bischofs Liudger am 30. März 805. Kaiser Karl der Große berief den um 742 in Utrecht geborenen friesischen Missionar Liudger (Ludgerus) zum Leiter der christlichen Mission in Westsachsen. Er starb am 26. März 809 in Billerbeck. Begraben wurde er in dem von ihm gegründeten Benediktinerkloster in Werden an der Ruhr. Aus dem Bistum stammt auch Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878-1946), der wegen seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus 2005 seliggesprochen wurde.

Derzeit arbeitet das Bistum daran, sein Profil zu schärfen. Hunderte von Haupt- und Ehrenamtlichen haben sich dazu in Workshops und Gremien getroffen. Neben Schwerpunkten in der Seelsorge, einer moderneren Liturgie oder der Frage, wie künftig auch Laien Gemeinden leiten können, geht es auch um die "Marke" Kirche und die Identität des Bistums.  Ausgangspunkt war eine Zufriedenheitsstudie 2015 von "Marketing-Papst" Heribert Meffert.

Diese Seite teilen