Zur Person: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe

Zur Person: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe

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Er ist ein Münsteraner durch und durch. Wenn Oberbürgermeister Markus Lewe (53) in sein Büro kommt, trägt er oft noch seinen Fahrradhelm. Das ist typisch für die Universitätsstadt, in der 40 Prozent des städtischen Verkehrs mit dem Fahrrad absolviert werden. Und es ist typisch für Familie Lewe.

Lewe ist in Münster geboren und ging dort zur Schule. Nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung wurde der Verwaltungswirt Mitarbeiter beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in der Westfalenmetropole. Anschließend übernahm er eine Position als Revisor im Bistum Münster und stieg zum Leiter des Referats Controlling und Chef der Organisationsentwicklung im Bistum auf.

Politisch engagierte sich Lewe seit 1982, zunächst im Vorstand der Jungen Union und der CDU, von 1999 bis 2009 als Bezirksbürgermeister in Münster Südost, von 2007 bis 2009 war er Vorsitzender der CDU Münster. Seit 2009 ist er Oberbürgermeister.

"Münster ist mehr als nur Weihrauch und Pumpernickel", definiert der Vater von fünf Kindern den Anspruch der Universitätsstadt. "Die Stadt besteht aus zwei wichtigen Bestandteilen: zum einen Identität, das tiefe Verwurzeltsein, zum anderen Zukunft. Hier wird ein Stück Weltzukunft mitgestaltet, etwa im Bereich der molekularen Zellforschung." Münster ist unter anderem Standort des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin.

Lewe demonstriert das auch in seiner politischen Tätigkeit: Seit Januar ist er zusätzlich Präsident des Deutschen Städtetages und damit Spitzenvertreter von knapp 3.400 Städten in Deutschland. Daneben ist er Aufsichtsratsmitglied des Flughafens Münster/Osnabrück und Mitglied im ZDF-Fernsehrat .

Lewe hat sich neben seinem Berufsleben auch privat in der katholischen Kirche engagiert. Seine Frau hat er in der Jugendarbeit seiner Pfarrei kennengelernt. Die Eheleute sind zudem stark am kirchlichen Leben ihrer Gemeinde beteiligt, etwa als Kommunionhelfer und Lektoren. 2015 wurde er mit dem Mohammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis des Zentralinstituts Islam-Archiv Deutschland (ZIAD) ausgezeichnet. Der Preis  würdigt sein Engagement für den interreligiösen Dialog.

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