Kollekten auf dem Katholikentag für zwei Projekte in Syrien

Kollekten auf dem Katholikentag für zwei Projekte in Syrien

Gottesdienste/Kollekten

Die Kollekten auf dem Katholikentag, die in verschiedenen Gottesdiensten von Donnerstag bis Samstag gesammelt werden, kommen kirchlichen Projekten in Syrien zugute. Sie werden getragen von der Caritas Libanon und der Missionszentrale der Franziskaner. Beide verfolgen das Ziel, den vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen wieder eine Perspektive zu geben.

Nach fast sieben Jahren fliehen noch immer viele Menschen in die Nachbarländer. Besonders trifft es dabei den Libanon: Über eine Million registrierte Flüchtlinge und weitere hunderttausende nicht registrierte Frauen und Männer sowie Kinder leben in dem Land, das selbst nur rund 4,2 Millionen eigene Bewohner zählt. Steigende Preise und sinkende Arbeitslöhne sind die Folge. Der Libanon droht unter dieser Last zusammenzubrechen. 

Die Caritas Libanon versorgt nicht nur viele tausend Flüchtlinge mit dem Lebensnotwendigsten. Sie kümmert sich auch mithilfe von internationalen Caritasorganisationen darum, dass Kinder vor Ort Bildung erhalten. In mehreren Projekten werden die Mädchen und Jungen, bewusst libanesischer sowie syrischer Herkunft, gemeinsam zur und in der Schule begleitet. Für jeweils ein Jahr werden Schulgebühren übernommen und es wird eine Nachmittagsbetreuung angeboten.

Für letztere wird das Geld am dringendsten benötigt. Fast 500 Schüler bekommen dort eine Hausaufgaben- sowie außerschulische Betreuung. Außerdem werden auch die Familien mit einbezogen, etwa mit Vorträgen über Kinderrechte oder Alphabetisierungskursen für die Mütter.   

Die Franziskaner haben sich wiederum der Lebensmittel- und Überlebenshilfe für arme Familien verschrieben. Seit dem 13. Jahrhundert ist der Orden in Syrien und den angrenzenden Ländern aktiv, derzeit unter anderem in den Auffangzentren für Flüchtlinge. 

So versorgen die Franziskaner in der syrischen Stadt Aleppo Familien mit Lebensmitteln. Auch wenn es dort seit 2016 relativ friedlich ist, ist die Infrastruktur großflächig zerstört, die Wasserversorgung funktioniert nicht, lebenswichtige Güter fehlten oder sind nicht finanzierbar. Außerdem ist der Orden in den Städten Knayeh, Latakia und Damaskus aktiv. Auch dort erhalten die Menschen Lebensmittel und Medikamente, bei Bedarf ein Dach über dem Kopf sowie seelsorgerische und psychologische Unterstützung. Auch für anfallende Reparaturen gibt es Hilfe. Für Jugendliche und junge Erwachsene fördern die Ordensleute die Gründung von Kleinst- und Kleinunternehmen.

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