Katholikentag in der Fahrradstadt Münster ist klimaneutral organisiert

Katholikentag in der Fahrradstadt Münster ist klimaneutral organisiert

Umwelt/Klima

Ökofaires Frühstück, keine Extra-Schuber für die Programmhefte - Umweltschutz wird bei Katholikentagen groß geschrieben, auch bei Kleinigkeiten. Nicht zuletzt wollendie Veranstalter dabei auch den christlichen Schöpfungsauftrag ernst nehmen.

2008 wurde der Katholikentag erstmals klimaneutral organisiert. Nach Angaben der Veranstalter ist der Katholikentag seitdem sogar eine der umweltschonendsten Großveranstaltungen in Deutschland.  

Um Klimaneutralität zu erreichen, hat sich der Katholikentag viel vorgenommen. Bereits bei den Vorbereitungen wurden Pakete und Briefe mit einem Kohlendioxid-neutralen Dienst verschickt, Katholikentagsartikel wie der bekannte Schal bestehen aus Biostoffen und wurden ohne Kinderarbeit hergestellt, auf Reisen für die Großveranstaltung sollen möglichst Busse und Bahnen genutzt werden.

Auch während des Katholikentags soll der ökologische Fußabdruck möglichst klein bleiben: Die Teilnehmer können mit Kombitickets die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Das Erzbistum Freiburg reist mit zwei Elektro-Autos zum Deutschen Katholikentag. Für die Verpflegung bei der Großveranstaltung werden möglichst regionale Anbieter gewählt. In der Fahrradstadt Münster sind zudem Hunderte von Fahrrädern im Einsatz.

Die Geschäftsstelle verwendet Recyclingpapier und der Dienstwagen fährt mit Erdgas. Wo es sich nicht vermeiden lässt, versuchen die Veranstalter den Kohlendioxid-Ausstoß zu kompensieren: So werden etwa Zertifikate bei der Klima-Kollekte erworben und etwa Solarlampen in Indien finanziert 

Auch im Programmheft taucht das Thema Ökologie und Umwelt immer wieder auf: Beim Themenbereich 1 gehört die Bewahrung der Schöpfung dazu. Eine Werkstatt befasst sich unter dem Motto "Global denken - regional handeln" mit dem weltweiten Recht auf Ernährung (Seite 211), eine Veranstaltung am Freitagnachmittag geht der Frage "Deutsche Klimapolitik, quo vadis?" (Seite 113). Dazu wird unter anderem die frühere Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwartet.

Auf Einladung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) diskutieren EU-Agrarkommissar Phil Hogan und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Freitag auch über den Zusammenhang von Landwirtschaft und Klimawandel. Unter der Überschrift „Der Bauer und das (liebe) ZeOzwei“ beteiligen sich auch der frühere Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer und Hendricks an der Debatte (S.86).

Am Samstagvormittag geht es bei einem anderen Podium um den Zusammenhang von "Klimaschutz, Globalisierung, Flüchtlinge" (Seite 127). Die ganze Zeit während der Tage gibt es ein Kreativ- und Mitmachangebot zum Thema "Garten Eden - Schöpfung findet Stadt" (Seite 210). 

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