Gute Laune beim Predigt-Slam

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Gute Laune beim Predigt-Slam

Katholikentag/Buntes

Eine neue Chance, für Religiöses zu begeistern, bietet der Predigt-Slam. Abgeleitet vom Poetry-Slam, wird er in Rahmen eines Wettbewerbs vorgetragen. Zum Battle auf dem 100. Katholikentag in Leipzig traten sieben Erwachsene von unterschiedlicher Konfession, Herkunft und Alter an.

Wie beim Poetry-Slam war jede Distanzierung verboten: keine Verkleidung, keine Barriere, also auch kein Talar, kein Ambo. Stattdessen verbreiteten die Vortragenden Nähe und überwiegend gute Stimmung.

Ihr Themenportfolio war breit gefächert. Der Umgang mit Vorurteilen, Tod und Globalisierung gehörten dazu. Ein Slamer blickte als Atheist auf die christliche Nächstenliebe, und eine Slamerin saß mit Gott am Frühstückstisch, der wegen wirrer Träume sehr schlecht gelaunt war. Mit dabei war auch Altbundestagspräsident Wolfgang Thierse. Sein Thema: die Würde aller Menschen als Kinder Gottes.

Überzeugen konnte das Publikum vor allem die Darstellung der 17-jährigen Henriette Zimmeck, Abiturientin der Anton-Philipp-Reclam-Schule in Leipzig. Ihr Vortrag von dem Gefühl, vom Glück verfolgt zu sein und das aufgrund eines vertrauenden Blickes auf Gott, brachte ihr den Sieg des Poetry-Slams 2016 auf dem Katholikentag in Leipzig.

bsc/baj/cas

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