Politisch weiblich - weiblich politisch

S. 196

S. 196

Politisch weiblich - weiblich politisch

Politik/Frauen

Katholische Frauenverbände und Politikerinnen haben auf das Engagement von Frauen in Parlamenten und Verbänden in Deutschland hingewiesen. Mit ihrem Einsatz hätten sie auf wichtige Entscheidungen Einfluss genommen, hieß es am Samstag auf dem 100. Katholikentag in Leipzig. 

Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB), sagte, es sei jetzt wichtiger denn je, sich zu organisieren und in die Politik einzumischen. Das Gefühl etwas erreichen zu können, wirke der Politikverdrossenheit entgegen. Diese These unterstützte auch Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Dass verbandlich organisierte Frauen sich erfolgreich in Gesetzgebungsprozesse einmischten, beweise nicht zuletzt die inzwischen existierende Mütterrente. Diese sei vorrangig auf das Wirken von KDFB und kfd zurückzuführen.

Persönliches Entsetzen über gesellschaftliche Missstände stelle oft die Initialzündung für politisches Engagement dar. Davon berichten die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker und die Sozialdemokratin Dagmar Mensink. Ob in Politik oder Kirche, manchmal seien auch Guerilla-Methoden notwendig, damit Mädchen und Frauen zu ihrem Recht kämen, ergänzte Franziska Schubert (Grüne).

Neben dem persönlichen Erfolg und dem Gefühl etwas bewirken zu können, ist auch Anerkennung von außen ein großer Anreiz. So freute sich etwa kdf-Bundesvorstandsmitglied Barbara Striegel über das ihr verliehene Bundesverdienstkreuz. Sie erhielt es für ihr Engagement in der katholischen Kirche in der ehemaligen DDR und nach 1990 in der kfd.

bsc/baj

 

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