Gabriel sieht Energiewende als unumkehrbar

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Gabriel sieht Energiewende als unumkehrbar

Umwelt/Klima

 Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Energiewende in Deutschland als unumkehrbar bezeichnet. "Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist nicht mehr rückgängig zu machen. 2022 geht in Deutschland das letzte AKW vom Netz", sagte der SPD-Vorsitzende am Samstag beim Leipziger Katholikentag.

Wichtig sei nun ein schneller und sorgfältig geplanter Ausbau der Stromnetze. "Sonst kommen wir in die Situation, wo wir ganze Windparks im Meer abschalten müssen, weil wir nicht genügend Netzkapazitäten haben." Zugleich räumte er ein, dass bei der Klimawende, der Einsparung von klimaschädlichem CO2, im Kampf gegen die Erderwärmung noch viel zu tun bleibe. Dabei müssten auch die sozialen Folgen des anstehenden Strukturwandels bedacht werden, sagte Gabriel etwa mit Blick auf die Arbeitsplätze im Braunkohleabbau.

Auch dürften die Energiepreise nicht zu stark durch die Refinanzierung des Netzausbaus steigen. "Wir dürfen nicht unterschätzen, welche soziale Sprengkraft ein Anstieg entwickeln kann." Er sehe auch die Gefahr, dass die AfD diese Problematik populistisch aufgreife. "Ich will nicht die Situation haben, dass die AfD den Rentnern einredet, durch ihre steigende Stromrechnung die Solaranlagen auf den Dächern der Millionäre zu finanzieren."

Dagegen forderte Fritz Brickwedde vom Bundesverband Erneuerbarer Energien einen beschleunigten Ausbau der neuen Energien. "Sonst können wir die international vereinbarten Klimaziele zur Einsparung von CO2 nicht erreichen." Um schneller aus der klimaschädlichen Braunkohle-Förderung auszusteigen, sei eine Klimaschutzabgabe nötig, sagte Brickwedde.

Der langjährige ZdK-Präsident Alois Glück bezeichnete die globalen Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel als anspruchsvollstes politisches Projekt, das es je gab. Es brauche nun internationale Absprachen, um die aktuellen Herausforderungen auch zum Wohl der kommenden Generationen zu meistern.

has/cas

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