In Sachen Klima wird es Zeit zu handeln

S. 218

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In Sachen Klima wird es Zeit zu handeln

Umwelt/Klima

Nach den vergangenen beiden UN-Klimakonferenzen in Paris 2015 und in Bonn 2016 müssen nun Taten folgen. Dafür plädierten am Samstag katholische Hilfswerke, entwicklungspolitische Initiativen und Politiker auf dem 100. Katholikentag in Leipzig. Verhandeltes Ziel sei es, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, um entsprechende gute Lebensbedingungen zu schaffen. Darauf bezog sich der Umweltbeauftragte der Ukrainischen Griechischen-Katholischen Kirche, Volodymyr Sheremeta, der von Versteppung und von Zerstörungen der natürlichen Lebensbedingungen in seinem Land berichtete.

Eine andere Folge des Klimawandels sei, dass in Länder, die ohnehin schon unter sehr starken klimatischen Schwankungen litten, immer mehr Naturkatastrophen aufträten. Darauf machte Francisco L. Fernandez von der philippinischen Organisation Pagtambayayong aufmerksam. Im aktiven Klimaschutz sieht er deshalb einen "Akt der Gerechtigkeit".

Die Voraussetzungen dafür seien zuletzt geschaffen worden. Karsten Sach vom Bundesumweltministerium und Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, verwiesen auf die Klimagipfel und die sich einig gewordenen Wirtschaftsmächte. Doch auch die Konferenzen, Aufrufe und Aktionen der Zivilgesellschaft und der Kirchen hätten im vergangenen Jahr in seltener Häufigkeit stattgefunden. Spiegel betonte, dass mehr denn je Wirtschaftskonzerne Finanzmittel in die Forschung über alternative Energien investierten. Dies lasse hoffen, dass es zu Änderungen komme.

Bei Abkommen und einzelnen Selbstverpflichtungen dürfe es aber nicht bleiben. Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch, betonte, dass es nun darum gehen, die Beschlüsse umzusetzen und zu begleiten. Nur ein klares Bewusstsein dafür, dass Energieeffizienz gesteigert werden müsse, könne eine Änderung bewirken.

bsc/baj

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