Tatortkommissar Krassnitzer fordert Marshallplan für Afrika

Tatortkommissar Krassnitzer fordert Marshallplan für Afrika

Entwicklungshilfe/Leute

Harald Krassnitzer (55), Schauspieler und Tatortkommissar, wirbt für einen Marshallplan für Afrika. Die bisherige Entwicklungshilfe für Afrika sei keine Partnerschaft auf Augenhöhe gewesen, sondern eher ein Almosen, sagte er am Samstag in einem Interview des Bischöflichen Hilfswerks Misereor auf dem Katholikentag in Leipzig.

Afrika brauche eine Art Freihandelsabkommen, um seine Produkte in Europa absetzen zu können, fügte er hinzu. Das sei viel dringender als das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA.

Krassnitzer, der mit dem Schauspieler Martin Brambach auf dem Katholikentag literarische und philosophische Texte zu Klimawandel und der Zukunft der Erde vortrug, sieht einen engen Zusammenhang zwischen Klimawandel, Flüchtlingskrisen und der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Aber auch jeder Einzelne könne durch einen bescheideneren Lebensstil zu Umweltschutz und mehr Nachhaltigkeit beitragen.

In diesem Zusammenhang warnte Krassnitzer aber vor Moralisieren und der Haltung des gehobenen Zeigefingers. Viel wichtiger sei es, Vorbild zu sein und einen langsamen Prozess des Umdenkens zu beginnen.

Auch Brambach warb dafür, dass "wir selber mit einem veränderten Konsumverhalten" dazu beitragen, dass sich der Klimawandel noch begrenzen lässt. Er sehe die Zukunft seiner Kinder sehr zwiespältig, sagte er. Er habe  nicht den Eindruck, dass das in Paris ausgehandelte Klimaschutzabkommen verbindlich umgesetzt werde.

cas/baj

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