Theologe warnt vor Relativierung der Menschenwürde

S.142

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Theologe warnt vor Relativierung der Menschenwürde

Menschenrechte/Kirche/Gesellschaft

Der Freiburger Theologe Eberhard Schockenhoff hat sich gegen eine Relativierung der Menschenwürde gewandt. Derzeit drohten philosophische Ansätze an Gewicht zu gewinnen, die beispielsweise Abstufungen am Lebensanfang oder Lebensende vorschlügen, sagte Schockenhoff am Freitag beim Leipziger Katholikentag. Dieser "gefährlichen Entwicklung" gelte es entschieden gegenzusteuern.

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth kritisierte, dass gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise die Menschenrechte der in Europa Schutzsuchenden vielerorts nicht garantiert würden. Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Klaus Rennert betonte in der Debatte über die Wurzeln von Menschenwürde und Menschenrechte, alle theoretischen Zusicherungen von Menschenrechten seien wertlos, wenn es keine staatlichen Strukturen gebe, die das Recht auch durchsetzen.

has/baj

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