Teilnehmerzahlen beim Katholikentag zurückhaltend bewertet

Teilnehmerzahlen beim Katholikentag zurückhaltend bewertet

Katholikentag/Statistik

Die Veranstalter des Deutschen Katholikentags haben die Teilnehmerzahlen bei den Veranstaltungen in Leipzig verhalten positiv bewertet. Sie räumten am Freitag vor Journalisten zugleich ein, dass manche thematischen Veranstaltungen mit hochrangigen Politikern nicht so angenommen würden, wie sie erwartet hätten.

"Wir müssen genau auswerten, warum Podien mit Bundespräsident Joachim Gauck, Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) oder Andrea Nahles (SPD) nicht den erwarteten Zuspruch gefunden haben", sagte ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper. Demgegenüber seien etwa Veranstaltungen zum Islam, musikalische Veranstaltungen oder religiöse Podien teilweise so stark besucht, dass Menschen keine Plätze mehr erhielten.

Der Leipziger Propst Gregor Giele sagte, die Atmosphäre in der Stadt, in der es lediglich vier Prozent Katholiken und 20 Prozent Christen gebe, habe sich spürbar verändert. Mit Beginn des Katholikentags sei eine "heitere Gelassenheit" eingekehrt.

Die Veranstalter hätten von Anfang an nicht erwartet, dass sich die Einwohner Leipzigs, die teilweise in dritter Generation ohne Religion aufwüchsen, an schwierigen theologischen Debatten beteiligen wollten oder das mehr als 680 Seiten umfassende Programmheft studiert hätten. Er beobachte aber, dass sich viele Bürger und Passanten von den öffentlichen Veranstaltungen ansprechen ließen. Zugleich genössen es die ostdeutschen Katholiken, sich ausnahmsweise als Teil einer großen Menge fühlen zu können.

Zum Katholikentag in Leipzig haben sich mehr als 30.000 Dauerteilnehmer angemeldet; dazu kommen jeweils mehrere Tausend Tagesteilnehmer.

cas/baj

 

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